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HWK Trier | Mai 2026
Fachlich top, aber betriebswirtschaftlich unter Druck?
Die Betriebsberatung der Handwerkskammer Trier schafft Klarheit – beim kostenlosen und vertraulichen Beratungsgespräch.
Führende Vertreter der drei Handwerkskammern im Land Brandenburg trafen sich in Caputh am Schwielowsee mit der neuen Wirtschaftsministerin Martina Klement (Mitte). (Foto: © Karsten Hintzmann)
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Mai 2026
Erster Meinungsaustausch zwischen den Spitzen der Handwerkskammern und Ministerin Martina Klement
Für das erste Treffen mit Brandenburgs neuer Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) hatten sich die Präsidenten und Hauptgeschäftsführer der drei Handwerkskammern des Landes Brandenburg einen besonderen Ort ausgesucht. Das idyllisch am Schwielowsee gelegene Märkische Gildehaus in Caputh. Hinter verschlossenen Türen, aber mit prächtigem Seeblick, debattierten die Spitzen des Handwerks und die Ministerin zwei Stunden über die wichtigsten Themen, die das Handwerk umtreiben. Im anschließenden Pressegespräch ließ Ministerin Klement erkennen, dass sie sich mit zentralen Forderungen des Handwerks bereits befasst hat: "Bürokratieabbau ist mir besonders wichtig. Wir wollen künftig den Dokumentationsaufwand bei Fördermittelprogrammen reduzieren. Wir müssen speziell auch dort für Erleichterungen sorgen, wo der Staat Auftraggeber ist."
Corina Reifenstein, Präsidentin der HWK Cottbus, appellierte angesichts der rasant steigenden Kosten im Baubereich an die Ministerin, zumindest für einen befristeten Zeitraum eine Preisgleitklausel einzuführen, die es Auftragnehmern ermöglicht, Preissteigerungen, die zwischen der Beauftragung und der Fertigstellung von Projekten entstehen, an die Kunden weiterreichen zu können. Ein Vorschlag, den die Ministerin zur Prüfung aus Caputh mitnahm. Wolf-Harald Krüger, Präsident der HWK Frankfurt (Oder), verwies darauf, dass in den nächsten zehn Jahren rund 55 Prozent aller Betriebe vor einer Unternehmensübergabe stehen: "Dafür braucht es qualifiziertes Führungspersonal. Das Handwerk kämpft seit Jahren um die Gleichstellung von dualer und akademischer Ausbildung." Ministerin Klement sagte: "Wir wollen die Meistergründungsprämie weiterentwickeln und den Meisterbonus wieder einführen. Die genaue Höhe wollen wir im nächsten Doppelhaushalt regeln."
Robert Wüst, Präsident der HWK Potsdam, sprach das Thema Fachkräftesicherung an: "Die Mittelbereitstellung für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung ist in jedem Jahr eine große Herausforderung, weil das Geld jährlich neu beantragt werden muss. Das ist ein erheblicher Aufwand für die Betriebe. Hier brauchen wir eine Verstetigung der Mittel." Auch für diese Forderung zeigte Ministerin Klement Verständnis: "Wir wollen das möglichst unbürokratisch ermöglichen." Auf die Frage, welche Forderungen des Handwerks die Ministerin im Auftaktgespräch abgelehnt habe, sagte Wolf-Harald Krüger diplomatisch und mit einem Augenzwinkern: "Wir haben seitens des Handwerks realistische Forderungen gestellt und wollten die Ministerin nicht überfordern."
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