Die Fortführung des Baukindergelds und des sozialen Wohnungsbaus könnten Impulse für einen verstärkten Wohnungsbau setzen, sagt der ZDB.

Die Fortführung des Baukindergelds und des sozialen Wohnungsbaus könnten Impulse für einen verstärkten Wohnungsbau setzen, sagt der ZDB. (Foto: © ahfotobox/123RF.com)

Baukindergeld: Baugewerbe fordert Verlängerung

Politik

Der ZDB fordert die Fortführung des Ende des Jahres auslaufenden Baukindergeldes. Außerdem müsse der soziale Wohnungsbau verstärkt werden, um den Wohnungsbau zu fördern.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) fordert die Fortführung des Baukindergeldes, das zum Ende des Jahres ausläuft. "Die Erfolgsgeschichte Baukindergeld endet, bevor sie richtig begonnen hat. Die Förderung trägt bereits jetzt dazu bei, den Wohnungsbau zu fördern und somit die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt zu entlasten", sagt ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.

Allerdings werde durch die kurze Projektdauer eine tatsächliche Verbesserung der Situation verhindert. "Daher fordern wir eine Verstetigung der Förderkulisse über den 31. Dezember 2020 hinaus, um echte Impulse für den Wohnungsbau zu setzen." Die Bundesregierung hatte im Jahr 2018 ein Maßnahmenpaket zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum beschlossen. Das Baukindergeld war ein Teil des Pakets.

Gute Nachfrage nach dem Baukindergeld

Nach Angaben der KfW wird das Baukindergeld sehr gut nachgefragt: Zum 31. März des vergangenen Jahres lagen etwa 26.500 Anträge vor – zum 31. Dezember 2019 waren es knapp 129.000. Sollte die Bundesregierung die Förderung verlängern, rechnet der ZDB mit einer weiteren Zunahmen der Nachfrage.

Außerdem fordert Pakleppa, mehr Mittel in den sozialen Wohnungsbau zu investieren: "Mit der Grundgesetzänderung, durch die sich der Bund finanziell am sozialen Wohnungsbau beteiligen kann, sind die richtigen Weichen gestellt worden. Diese Chance muss nun genutzt werden. Auch über 2021 hinaus sollten entsprechende Finanzmittel für sozialgebundenen Wohnungsbau bereitgestellt werden, um für mehr bezahlbaren Wohnraum zu sorgen."

Bauhandwerk fordert: Investitionen verstetigen

Über 80 Prozent des Wohnungsbaus werde von den mittelständischen Betrieben des Wohnungsbaus geleistet. Pakleppa: "Gegenüber dem Jahr 2010 verzeichnen wir heute über 150.000 Beschäftigte mehr. Damit dieser Kapazitätsaufbau fortgesetzt werden kann, müssen auch die investiven Impulse verstetigt und an einer langfristigen Planung ausgerichtet sein. Die Fortführung des Baukindergelds und des sozialen Wohnungsbaus können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten."

Quelle: ZDB

Text: / handwerksblatt.de

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