Statt im Salon jetzt beim Kunden im Badezimmer die Haare schneiden: Das ist schon allein wegen der aktuellen Kontaktsperre nicht zulässig.

Statt im Salon jetzt beim Kunden im Badezimmer die Haare schneiden: Das ist schon allein wegen der aktuellen Kontaktsperre nicht zulässig. (Foto: © serezniy/123RF.com)

Friseure schlagen Alarm: Kein Heimservice!

Politik

Trotz Kontaktsperre und Ladenschließung bieten einige Friseure noch ihre Dienste an: Bei den Kunden zuhause. Der Friseurverband findet das absolut unverständlich und unsolidarisch.

Beim Versandhändler Otto steigt die Nachfrage nach Haar-und Bartschneidemaschinen rasant. Kein Wunder: Friseure bundesweit müssen wegen der Corona-Krise ihre Läden geschlossen haben.

Einige Friseurinnen und Friseure wollen das nicht einsehen und bieten jetzt an, zu den Kunden nach Hause zu kommen. Trotz Kontaktsperre. Auch Kunden haben den Ernst der Lage offenbar noch nicht verstanden, rufen die Friseure sogar privat an.

Völlig unverständlich findet der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) solche Angebote (und Kundennachfragen) angesichts des sich in Deutschland rasch ausbreitenden Corona-Virus.

Bußgelder und Haftungsrisiken

Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, findet klare Worte: 

"Das Ausüben mobiler Friseurtätigkeit, des Reisegewerbes oder von Home-Service widerspricht den Zielen und Regelungen der Leitlinien des Kontaktverbots der Bundesregierung und allen Schließungsverfügungen der Bundesländer."

Wer sich daran nicht hält, dem drohen empfindliche Bußgeldsanktionen. Darüber hinaus würden zivilrechtliche Haftungsrisiken bestehen.

Der Verband appelliert auch an die Solidarität unter den Friseuren. Die allermeisten Friseure halten sich schließlich an die Auflagen. 

Wollen Sie sich inspirieren lassen, welche Frisuren im Sommer, wenn wir hoffentlich alle wieder zum Friseur dürfen, angesagt sind? Hier die aktuellen Trendfrisuren 2020

Text: / handwerksblatt.de

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