Der Handwerkskammertag unterstützt die Forderung von Friseur- und Kosmetikbetrieben auf Öffnungsperspektiven zum 15. Februar.

Der Handwerkskammertag unterstützt die Forderung von Friseur- und Kosmetikbetrieben auf Öffnungsperspektiven zum 15. Februar. (Foto: © Inna Bigun/123RF.com)

Handwerk in Brandenburg fordert Öffnung der Wirtschaft

Politik

Der brandenburgische Handwerkskammertag macht sich für eine schrittweise Öffnung der Wirtschaft stark. Die Belastungsgrenze bei vielen Unternehmen sei längst erreicht.

Der brandenburgische Handwerkskammertag (BHKT) fordert den Ministerpräsident den Dietmar Woidke (SPD) auf, sich beim Corona-Gipfelgepräch von Bund und Ländern für eine schrittweise Öffnung der Wirtschaft einzusetzen. Vielen Betrieben seien keine weiteren Belastungen zuzumuten. Besonders Friseure und Kosmetiker wollten endlich wieder arbeiten und dabei ihr eigenes Geld verdienen – sie könnten den Gesundheitsschutz gewährleisten.

"Der Handwerkskammertag unterstützt die Forderung von Friseur- und Kosmetikbetrieben auf Öffnungsperspektiven zum 15. Februar. Bereits vor den Schließungen waren die Salons keine Hotspots", sagt Robert Wüst, Präsident des BHKT und der Handwerkskammer Potsdam. "Wann immer wir über eine Öffnung der Wirtschaft reden, wird auf Gesundheitsschutz verwiesen. Diese Einbahnstraße müssen wir endlich verlassen."

Spielräume nutzen

Kein Handwerker wolle die Gesundheit seiner Belegschaft und Kunden gefährden, erklärt Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus. Es gebe aber durchaus Spielräume für die Unternehmen. Und die sollten genutzt werden. "Der Stufenplan aus Schleswig-Holstein macht vor, wie es gehen könnte. Wir brauchen den Mut und die Freiräume, neue Wege zu gehen, um zu prüfen, welche Maßnahmen bereits funktionieren und welche wir verbessern können“, so Dreißig.

Die Betriebe bräuchten ein positives Zeichen für mehr Zuversicht, sagt auch Wolf-Harald Krüger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg. "Friseure und Kosmetiker haben in den Gesundheitsschutz investiert und gezeigt, dass sie Hygienepläne verlässlich umsetzen. Es dient nicht dem Gesundheitsschutz, wenn illegal in Wohnzimmern frisiert wird oder Brandenburger weitgehend unkontrolliert ins benachbarte Polen fahren, weil Friseursalons und Kosmetikstudios dort geöffnet haben dürfen."

Quelle: BHKT

Text: / handwerksblatt.de

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