Die sonst für die Jahreszeit übliche Belebung der Bautätigkeit bleibt wegen der Corona-Krise aus.

Die sonst für die Jahreszeit übliche Belebung der Bautätigkeit bleibt wegen der Corona-Krise aus. (Foto: © welcomia/123RF.com)

Keine Frühsommerbelebung im Bauhandwerk

Politik

Angesichts der Corona-Krise bleibt die sonst übliche Frühsommerbelebung im Bauhandwerk aus. Die Nachfrage- und Produktionsentwicklung stagniert. Das hat eine aktuelle Unternehmensbefragung des ZDB ergeben.

Die Stimmung bei den Unternehmen des Bauhandwerks ist einer aktuellen Umfrage des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) zufolge gedämpft. Demnach gibt es derzeit keine Steigerung der Nachfrage- und Produktionsentwicklung, die eigentlich für die Frühsommerzeit typisch ist. Es gibt keine Belebung der Bautätigkeit, sie stagniert weitestgehend auf dem Vormonatsniveau.

Besonders im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau melden die befragten Bauunternehmen eine rückläufige Entwicklung. "Wie schon im Vormonat sehen wir weiterhin die auch noch im Juni bestehenden Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Unternehmen haben einen zusätzlichen Aufwand, um die Gesundheit der Mitarbeiter durch Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zu schützen. Weiterhin kommt es zu Störungen in den Lieferketten“, erläutert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB.

Nachfrageentwicklung deutlich verhaltener

"Wir beobachten die Konjunkturentwicklung aufmerksam. Sollte sich der derzeitige Trend verfestigen, wird die Baubranche zum Jahresende deutlich schlechter abschließen als noch in 2019." Die Nachfrageentwicklung werde viel verhaltener beurteilt. Im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau überwiegen die rückläufigen Meldungen mittlerweile jene, die ein unverändertes Niveau gegenüber dem Vormonat erwarten.

Die Auftragsbestände halten im Hochbau mit 3,6 Monaten knapp das Vormonatsniveau (3,7 Monate). Im Tiefbau steigen sie leicht von 2,3 Monaten auf 2,5 Monate. Nur im Wohnungsbau werden die Auftragsbestände noch mit "ausreichend" beschrieben. Im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau haben die Meldungen über zu kleine Bestände erheblich zugenommen. Die Erwartungen zur Geschäfts- und Auftragsentwicklung fallen deutlich verhaltener aus.

Quelle: ZDB

Text: / handwerksblatt.de

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