Das sächsische Handwerk fordert von der Landesregierung, das Förderprogramm für die kleinteilige Wirtschaft zu verstetigen.

Das sächsische Handwerk fordert von der Landesregierung, das Förderprogramm für die kleinteilige Wirtschaft zu verstetigen. (Foto: © costasz/123RF.com)

Sächsisches Handwerk fordert mehr Fördermittel

Politik

Der Sächsische Handwerkstag kritisiert die Landesregierung für die aus seiner Sicht zu knapp bemessenen Regionalförderung und fordert eine Verstetigung des entsprechenden Förderprogramms.

Das sächsische Handwerk ist enttäuscht über die offenbar schon ausgeschöpften Mittel aus dem Landesfördertopf "Regionales Wachstum". Mit dem Förderprogramm sollen besonders kleinen Unternehmen im ländlichen Raum Investitionsanreize gegeben werden.

"Noch Anfang Juli dieses Jahres waren wir Handwerksunternehmer voll des Lobes ob der Entscheidung der Landesregierung, den erstmals im Landtagswahljahr 2019 aufgelegten, aber viel schnell ausgeschöpften Landesfördertopf `Regionales Wachstum´ erneut zu bestücken und damit 30 Millionen Euro für investitionswillige Kleinst- und Kleinunternehmen bereitzustellen, die ausschließlich im ländlichen Raum angesiedelt sind", erklärt der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer.

Ernüchterung im Handwerk

Doch leider mache sich in Sachsens Handwerk erneut Ernüchterung breit. "Denn auch dieser Fördertopf – noch im Sommer 2020 vom Land Sachsen als Bestandteil eines sächsischen Corona-Konjunkturpakets speziell für Kleinst- und Kleinunternehmer gepriesen – ist bereits aufgebraucht. Wie wir erfahren haben, nimmt die Sächsische Aufbaubank seit Anfang Dezember 2020 keine neuen Anträge mehr an."

Regionale Förderung von Kleinbetrieben erweise sich damit nur als ein Strohfeuer. Ermer: "Daher können wir nur unsere Forderung bekräftigen, dieses Mini-Förderprogramm für die kleinteilige Wirtschaft endlich zu verstetigen und in den Landeshaushalten kommender Jahre zu untersetzen.“

Regionales WachstumMit der Richtlinie Regionales Wachstum unterstützt die Sächsische Staatsregierung gezielt kleine Unternehmen in den Landkreisen des Freistaats Sachsen bei Investitionen. Mit der Förderung sollen Investitionsanreize gegeben werden, um die Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern. Diese sollen dadurch in die Lage versetzt werden, zum Beispiel neue Produkte oder Dienstleistungen anzubieten, ihre Angebotsqualität zu verbessern, Prozesse zu optimieren oder auch ihren Umsatz auszuweiten. Gleichzeitig leistet das Förderprogramm einen Beitrag zur Digitalisierung, zum Beispiel bei der Anschaffung moderner Maschinen und Anlagen.
Quelle: Sächsische Aufbaubank

Quelle: Sächsischer Handwerkstag

Text: / handwerksblatt.de

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