Die Gesundheitshandwerke fordern mit Blick auf die kommende Bundestagswahl, die Gesundheitsversorgung zukunftsfest und zugleich innovativ, wohnortnah und patientenorientiert zu gestalten.

Die Gesundheitshandwerke fordern mit Blick auf die kommende Bundestagswahl, die Gesundheitsversorgung zukunftsfest und zugleich innovativ, wohnortnah und patientenorientiert zu gestalten. (Foto: © Sergey Tinyakov/123RF.com)

Bundestagswahl: Gesundheitshandwerke legen Positionspapier vor

Die Gesundheitsberufe legen ihre Forderungen zur anstehenden Bundestagswahl vor. Die Gesundheitsversorgung soll zukunftsfest und zugleich innovativ, wohnortnah und patientenorientiert gestaltet werden.

Augenoptiker, Hörakustiker, Orthopädieschuhtechniker, Orthopädietechniker und Zahntechniker zählen sich zu den systemrelevanten Gesundheitsberufen. 32.000 Betriebe beschäftigen rund 190.000 Menschen, darunter etwa 19.000 Azubis. "Die Leistungen der Gesundheitshandwerke sind ein bedeutender Teil der Versorgungsstrukturen in Deutschland", betonen die Fachverbände der Gesundheitshandwerke.

Hochwertige Versorgung aus dem Mittelstand

PositionspapierHier finden Sie das ausführliche Positionspapier der Gesundheitshandwerke.Als klein- und mittelständische Leistungserbringer mit zumeist inhabergeführten Meisterbetrieben seien sie Teil des Mittelstandes der deutschen Wirtschaft und leisten einen besonderen Beitrag zur Sicherstellung einer hochwertigen Versorgung mit Hilfsmitteln und Zahnersatz. Das Jahr 2021 werde gesundheitspolitisch weiterhin von der Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt sein. Mit Blick darauf haben die Gesundheitshandwerke Positionen und Forderungen formuliert, um die Gesundheitsversorgung zukunftsfest und zugleich innovativ, wohnortnah und patientenorientiert zu gestalten:

  • Neujustierung der Gesundheitsberufe im Hilfsmittelbereich durchführen,
  • Grundlegende Reform des Systems der Präqualifizierung durchführen,
  • Kostenentwicklungen der gefahrengeneigten Gesundheitshandwerke in fairen Vertragsstrukturen besser berücksichtigen,
  • Einheitlichen Mehrwertsteuersatz für alle Hilfsmittel einführen,
  • Gesundheitshandwerke in der Selbstverwaltung des Gesundheitswesens stärken,
  • Investorengetriebene Eigentümerstrukturen beschränken,
  • In zahnärztlichen medizinischen Versorgungszentren (Z-MVZ) das Praxislabor verbieten,
  • vollständige Anbindung der Leistungserbringer an Telematikinfrastruktursicherstellen,
  • Versorgungsinnovationen unter Berücksichtigung des handwerksrechts entwickeln,
  • Systemrelevanz der Gesundheitshandwerke gesetzlich verankern.

Quelle: ZVA

Text: / handwerksblatt.de

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