Macht was her und kann viel schleppen: der Land Rover Defender 110 Hard Top

Macht was her und kann viel schleppen: der Land Rover Defender 110 Hard Top (Foto: © Robert Lüdenbach)

Viel Platz im neuen Defender

Mit einer gewerblichen Variante bietet die Offroad-Ikone Defender aus dem Hause Land Rover jetzt auch noch viel Laderaum und Zugkraft.

Die Offroad-Ikone Defender ist seit 2019 zurück. Klar ist, dass die komplett neu entwickelte Version technisch nichts mehr mit dem Vorgänger gemeinsam hat. Mit einer gewerblichen Variante bietet der Geländegänger jetzt auch noch viel Laderaum und Zugkraft. 70 Jahre war der Defender eine der Offroad-Ikonen und zuständig fürs Grobe. Und wenn es schon rau zur Sache geht, ist Komfort fehl am Platz, wie ich aus eigener Erfahrung mit dem Defender in seiner Pick-up-Variante feststellen durfte. Jetzt stehe ich vor dem neuen Land Rover Defender. Komplett neu entwickelt, haben es die Designer geschafft, dem markanten Geländegänger ein ebenso kerniges wie edles Design zu verpassen, auch wenn er technisch mit dem alten nichts mehr zu tun hat.

Profitierte der Range Rover einst von den technischen Finessen des Defenders, war es diesmal umgekehrt – vor allem mit Blick auf Ausführung und Ausstattung. Der neue Land Rover Defender ist in den beiden Karosserievarianten 90 und 110 erhältlich. Wir fahren aber nicht die familientaugliche Version, sondern den Defender in der gewerblichen Ausführung mit Hardtop. Das heißt: Hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz ist Schluss dank einer Trennwand, dann folgt eine ebene Ladefläche mit drei Staufächern, Haken und Zurrösen im Boden. Das lässt viel Raum für Ladung zu. Die Beladung erfolgt über die beiden Beifahrertüren oder über die breite Heckklappe.

Ideal für die gewerbliche Nutzung

Bis zu 2.059 Liter können Gewerbekunden hineinpacken. Da wir die lange Version fahren, die 110, können wir bis zu 800 Kilogramm in den Defender laden (beim Defender 90 sind es 600). Wem das nicht reicht: Der Defender kann dank Anhängerkupplung auch noch mal 3,5 Tonnen hinten an den Haken nehmen, die übrigens automatisch aus- und einklappbar sind.

Vorne haben Fahrer und Beifahrer viel Platz. Hier hat deren Land Rover üppigen Luxus geerbt. In der Mittelkonsole prangt die breite Navianzeige, auf der Rundum-Kameras das Auto in 360-Grad-Ansicht angezeigt wird. Die Bilder sind gestochen scharf, und natürlich hat der Defender auch die Bodenansicht dank Frontkamera, damit der Fahrer weiß, auf welchem Untergrund er sich befindet. Die Mittelkonsole lässt sich zudem in einen Notsitz verwandeln, damit auch noch ein Dritter mitfahren kann. Der sollte allerdings nicht allzu groß sein.

Sicher im schwersten Gelände unterwegs

Ausgelegt ist der Wagen natürlich für schwerstes Gelände. Standardmäßig kann der Defender einen Böschungswinkel von 30,1 Grad vorne und 37,7 Grad hinten bewältigen. Dank Luftfederung kann der Fahrer diesen Winkel auf 37,5 und 40 Grad erhöhen. Ähnlich sieht es beim Rampenwinkel aus: Der erhöht sich mit Luftfederung von 22 auf dann 27,8 Grad Offroadhöhe. Beeindruckend ist auch die Wattiefe: Sie liegt bei 90 Zentimeter. Dass der Defender übrigens über permanenten Allradantrieb verfügt, versteht sich von selbst. Wer bequemes Fahren liebt und nicht gerne schaltet, kann sich jetzt auch mit dem Defender anfreunden. Denn in der Neuauflage kommt die Ikone ausschließlich mit Automatikgetriebe. Die verrichtet ihre Arbeit sauber und unaufgeregt.

Bei den Motoren haben Käufer die Qual der Wahl. Land Rover bietet drei Diesel und vier Benzinmotoren an. Dieselseitig deckt der Defender die Klassen 147 kW/200 PS, 183 kW/249 PS und 220 kW/300 PS ab, wobei wir die mittlere Version als Testwagen fahren durften. Erfreulich: Beim Diesel handelt es sich immer um ein Drei-Liter-Sechszylinder-Aggregat, dem nicht die Puste ausgeht, wenn es mal steiler wird. Benzinerseitig reicht die Palette vom Vier- über den Sechs- bis zum Achtzylinder, die von 221 kW/300 PS bis 386 kW/525 PS jeden Leistungswunsch erfüllen. Wer ordentlich Gas gibt, treibt den Spritverbrauch des gut 2,4 Tonnen schweren Wagens in die Höhe. Der Testwagen fährt sich offiziell nach NEFZ mit 7,6 bis 7,8 Liter Diesel, aber wer üppig vom Gaspedal Gebrauch macht, kommt schnell in den zweistelligen Bereich. Immerhin kann man dann auch die Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h fahren.

 

Fazit zum neuen DefenderWer einen Dienstwagen haben will, der ordentlich zuladen kann und noch was her macht, ist mit der Ikone Defender gut bedient. Als Defender 110 Hard Top startet der Wagen bei netto 53.193,28 Euro. Das Einstiegsmodell, den Defender 90, gibt es übrigens schon ab netto 42.016,81 Euro.

Text: / handwerksblatt.de

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