E-Handwerksunternehmen gehören zu den systemrelevanten Betrieben, denn sie halten die Energieversorgung aufrecht.

E-Handwerksunternehmen gehören zu den systemrelevanten Betrieben, denn sie halten die Energieversorgung aufrecht. (Foto: © Dmitry Kalinovski/123RF.com)

Corona-Krise: Elektrohandwerke sind systemrelevant

Die Elektrohandwerke sind Teil der sogenannten Kritischen Infrastruktur und damit systemrelevant. Denn sie tragen dazu bei, dass Krankenhäuser, Pflegeheime und öffentliche Verwaltungen weiter arbeiten können.

Das Bundesinnenministerium bestätigt: Die Elektrohandwerke sind systemrelevant. Das ist wichtig im Hinblick auf ihre Bewegungsfreiheit im Falle von Ausgangssperren. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) hatte zwei Bundesministerien um die Bestätigung gebeten, dass die Elektrohandwerke als Dienstleister Teil der sogenannten "Kritischen Infrastruktur" (KRITIS) sind.

Auf diese Anfragen hin bestätigte der Bundesinnenminister am 31. März 2020, dass die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems und die Versorgung der Bevölkerung mit kritischen Dienstleistungen durch die Funktionsfähigkeit systemrelevanter Einrichtungen und Betriebe in der derzeitigen Situation oberste Priorität besäße.KRITISAuch SHK-Betriebe sind systemrelevant

Dabei zählt das Ministerium die E-Handwerksunternehmen zu den systemrelevanten Einrichtungen und Betrieben. Begründet wird diese Einordnung damit, dass in den Aufgabenbereich elektrohandwerklicher Betriebe Dienstleistungen fallen, die zur Aufrechterhaltung der jeweiligen kritischen Dienstleistungen notwendig sind.

Wichtige Bedeutung in Krisenzeiten

Sie sind zuständig, wenn es zum Beispiel um die Behebung von Fehlern in elektrischen Anlagen, um Stromausfälle, den Ausfall von Informationstechnik oder Netzwerk- und Kommunikationsverbindungen oder auch Probleme in Brandmelde- und Einbruchschutzanlagen oder Produktionsbetrieben geht. Damit gewährleisten elektrohandwerkliche Betriebe, dass Betreiber "Kritischer Infrastrukturen" (KRITIS) wie Krankenhäuser, Alten­ und Pflegeheime, öffentliche Verwaltungen, aber auch Bundes- und Feuerwehr auch in Krisenzeiten wie der aktuellen Corona-Pandemie in technischer Hinsicht störungsfrei ihren Aufgaben nachgehen und ein Notfallmanagement gewährleisten können. Den Elektrohandwerken kommt somit in Krisenzeiten eine wichtige Bedeutung zu.

Die Einstufung ist entscheidend, um für den Fall bundesweiter Ausgangssperren gewappnet zu sein und den E-Handwerksbetrieben bei Ausgangs- und Zugangssperren Klarheit für die Bewegungsfreiheit des Personals zu geben.

Kinderbetreuung für Beschäftigte der KRITIS

Für Betreiber "Kritischer Infrastrukturen" gelten Sonderregelungen. So besteht nach Auskunft des Bundesinneninisteriums zum Beispiel vielfach die Möglichkeit für Schlüsselpersonal aus KRITIS- und systemrelevanten Einrichtungen, Kinder weiterhin in Kindergärten und Schulen betreuen zu lassen.

Der ZVEH, der sich mit Nachdruck für eine offizielle Bestätigung der Elektrohandwerke als systemrelevante Institution eingesetzt hatte, empfiehlt nun, durch eine offizielle Bestätigung der Landesregierungen auch Klarheit für die Betriebe in den Bundesländern zu schaffen.

Themen-SpecialHier finden Sie ständig aktuelle Beiträge zur Corona-Krise

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: