Mal wieder im Café statt im Homeoffice arbeiten? In Rheinland-Pfalz ist das seit 13. Mai möglich. Aber es wird nicht mehr so entspannt sein wie vor der Corona-Krise.

Mal wieder im Café statt im Homeoffice arbeiten? In Rheinland-Pfalz ist das seit 13. Mai möglich. Aber es wird nicht mehr so entspannt sein wie vor der Corona-Krise. (Foto: © Anna Bizoń/123RF.com)

RLP-Regeln: Was Cafés, Restaurants und Eissalons beachten müssen

In Rheinland-Pfalz dürfen Cafés, Restaurants, Biergärten und Eissalons seit dem 13. März wieder Gäste empfangen. Die Lockerung geschieht unter strengen Hygieneauflagen. Lesen Sie hier die wichtigsten Punkte und was sich ab 27. Mai ändert.

Die Gastronomie in Rheinland-Pfalz darf seit dem 13. Mai wieder öffnen. In der Zeit zwischen 6 und 22 Uhr dürfen die Cafés, Eisdielen und Restaurants dann innen und außen Gäste empfangen. Aber unter sehr strengen Hygieneauflagen.

Ab dem 27. Mai werden die Regeln etwas gelockert. Hier finden Sie die aktuelle Handreichung dazu.

Dann ist auch der Thekenverkauf unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wieder erlaubt. Buffets wie beispielweise beim Frühstück in Hotels können wieder angeboten werden, wenn die Speisenabgabe über Service-Personal erfolgt ("bedientes Buffet").

Auch Biergärten können wieder über ihre Theken verkaufen. Zudem dürfen Gastronomie-Betriebe bis 22.30 Uhr öffnen und auch die Begrenzung von sechs Personen an Tischen im Außenbereich entfällt. 

Wir haben die wichtigsten Regeln zusammengefasst!

  • Die Gäste müssen über die Zutrittsbeschränkungen und Abstandsregelungen informiert werden.

  • Gäste müssen Innen und Außen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Erst wenn sie auf ihren zugewiesenen Sitzplätzen sind, dürfen sie diesen abnehmen.

  • Alle Mitarbeiter mit unmittelbarem Gästekontakt (unter 1,5 Meter Abstand) müssen auch einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

  • Um den Gästefluss zu steuern, besteht eine Anmelde- bzw. Reservierungspflicht. Bei "Spontanbesuchen" ist eine Anmeldung bei Ankunft ausreichend. Diese wird durch Einlasskontrolle, Reservierungen und/oder Schilder ('Wait to be seated' o.ä.) ergänzt. Dies soll Wartezeiten und "Begegnungsverkehr" vermeiden. 

Plakat für InnungsbäckerFür den Cafébesuch sind noch einige Fragen offen. Zum Beispiel, dass sich ein Gast beim Bäcker üblicherweise an der Bedientheke ein Getränk und Speisen kauft und diese dann am Tisch verzehrt. Diese Fragen werden sich wohl erst in den nächsten Tagen klären. Die Innungsbäcker bieten ein Info-Plakat für den Cafébesuch.

  • Die Gäste müssen auch im Wartebereich den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Der Gastronom muss das sicherstellen.

  • Der Betrieb muss die Kontaktdaten aller Gäste pro Reservierung bzw. Anmeldung zu erfassen (Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer). Diese muss er für einen Zeitraum von einem Monat beginnend mit dem Tag des Besuches der Gäste in der Einrichtung aufbewahren und im Anschluss unter Beachtung der DSGVO  vernichten. Die Daten dürfen nicht für andere Zwecke verwendet werden. Diese Regelung wird eingeführt, um mögliche Infektionsketten nachzuvollziehen.

  • Am Eingang des Restaurants und vor Betreten des Gastraums müssen sich die Gäste gründlich ihre Hände an gut erkennbaren Händedesinfektionsspendern desinfizieren.

  • Zwischen den Stühlen von einem Tisch zu den Stühlen des nächsten Tisches muss es einen Mindestabstand von  1,5 Metern geben. Dies gilt für den Innen- wie für den Außenbereich. Tische dürfen nicht geteilt werden.

  • Der Barbereich ist geschlossen.

  • Die Belegung der Tische richtet sich nach der geltenden Regelung des Landes Rheinland-Pfalz zum Aufenthalt von Personen in der Öffentlichkeit (also alleine, mit einer oder mehreren weiteren, nicht im gleichen Hausstand lebenden Personen etc.). Der Mindestabstand von 1,5 Meter kann an den Tischen unterschritten werden. Auf eine entsprechend großzügigere Bestuhlung muss der Wirt achten.

  • An Biertischen im Außenbereich dürfen maximal sechs Personen Platz nehmen, die älter als zwölf Jahre sind. Diese Regelung entfällt ab 27. Mai!

  • Speisekarten, Menagen, Tabletts, Servietten…dürfen so wenig wie möglich berührt werden.

  • Räume, in denen sich Gäste oder Mitarbeiter länger aufhalten, müssen regelmäßig gelüftet werden.

  • Buffets und Thekenverkauf sind ab 27. Mai wieder zulässig.
  • Der gesamte Außenbereich muss durch eine gut sichtbare Kennzeichnung abgegrenzt sein. Es muss einen zentralen Zugang geben.

  • Bei Thekenverkauf-Betrieben (Imbisse etc.) muss es Markierungen im Abstand von 1,5 Meter geben.

  • Gebrauchtes Geschirr (Besteck, Gläser, Teller etc.) muss in der Spülmaschine mit mindestens 60 Grad gespült werden.

  • Für die Benutzung von Gästetoiletten muss es eine geeignete Zugangsregelung geben. Entsprechend der Größe des Toilettenraums muss die Personenanzahl, die sich gleichzeitig im Toilettenraum aufhalten darf, begrenzt werden.
  • Gästetoiletten werden in regelmäßigen Abständen gereinigt. Ein Aushang der Reinigungszyklen mit Unterschrift der Reinigungskraft ist erforderlich. Es wird sichergestellt, dass Flüssigseife und Einmalhandtücher für die Gäste zur Verfügung stehen.

  • Für Gäste muss es einen Aushang über richtiges Händewaschen und Abstandsregelungen auch im Sanitärbereich geben. Zwischen Toilettenbereich und Gastraum sollte ebenfalls gut sichtbare Desinfektionsspender aufgestellt werden.

  • Die Handlungshilfe "Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung im Sinne des SARS - CoV2- Arbeitsschutzstandards Branche: Gastgewerbe" der Berufsgenossenschaft 3/4 Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) muss berücksichtigt werden.

Text: / handwerksblatt.de

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