Video-Fahrbericht: Isuzu D Max V Cross
Der Isuzu D-Max für das Modelljahr 2021.

Der Isuzu D-Max für das Modelljahr 2021. (Foto: © Martin Bärtges)

Milde Sorte – der Isuzu D-Max V-Cross

Ein Pick-up für Freizeit und die Firma? Der Isuzu D-Max ist dafür eine interessante Alternative, die wir jetzt im Video-Fahrbericht getestet haben.

In Deutschland ist Isuzu für viele Zeitgenossen wohl eher eine unbekannte Größe. Das mag mit daran liegen, dass neben dem Pick-Up D-Max hierzulande lediglich noch die Nutzfahrzeug-Reihe der N-Serie als Lkw im Angebot ist. In anderen Regionen der Welt sieht das anders aus. Etwa in Thailand, dem vermutlich zweitgrößten Markt für Pick-Ups nach den USA. Dort wird der D-Max gebaut, dort dient er auch als Transportmittel für beinahe alle Gelegenheiten. In Deutschland ist die mittlerweile siebte Generation des Pritschenwagens von Isuzu in drei Karosserievarianten auf dem Markt: Als Einfachkabiner mit zwei Türen und Sitzplätzen, als Anderthalb- und Doppelkabiner, der - wie der Testwagen - vier Türen und bis zu fünf Sitzplätze bietet.

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Drei Versionen, vier Ausstattungen

Der Isuzu D-Max für das Modelljahr 2021. Foto: © Martin BärtgesDer Isuzu D-Max für das Modelljahr 2021. Foto: © Martin Bärtges

Hinzu kommen vier Ausstattungsvarianten: L, LS, LSE und die Topausstattung V-Cross, in welcher der Testwagen bei uns auf den Hof rollte. Beim zweisitzigen Einzelkabiner als Sechsgang-Schalter hat der Kunde die Wahl zwischen Heck- und zuschaltbarem Allradantrieb, bei allen anderen Karosserieversionen ist der 4WD serienmäßig. Bereits das Basismodell ist ganz anständig ausgestattet. Schon in der L-Version gibt es ab Werk eine Klimaanlage, einen Knie-Airbag für den Fahrer, Tempomat, eine Start-Stopp-Automatik, Notbrems- und Spurthalteassistent, Kollisionswarnung und die im Alltag ausgesprochen nützliche Verkehrszeichenerkennung. Beim LS kommen elektrisch zuschaltbare Differenzialsperre, Sitzheizung vorne und Einparkhilfe hinten hinzu. Der LSE bietet zusätzlich Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Bi-LED-Scheinwerfer und Leichtmetallfelgen. Der V-Cross als Topmodell bietet darüber hinaus ein neun Zoll großes Infotainment-System, das Apple Carplay und Android Auto kompatibel ist, Teilleder-Sitze sowie 18 Zoll Leichtmetallfelgen und eine Laderaumbeschichtung.

Reine Freizeitversionen lieferbar

Der Isuzu D-Max für das Modelljahr 2021. Foto: © Martin BärtgesDer Isuzu D-Max für das Modelljahr 2021. Foto: © Martin Bärtges

Gegenüber der Vorgängerversion hat der D-Max in zwei Dimensionen zugelegt. Er ist als Doppelkabiner 526 cm lang und 187 cm breit. Lediglich in der Höhe ist er etwas geschrumpft, auf jetzt 179 Zentimeter. Bei Eingeweihten geniesst der D-Max mit seinem zulässigen Gesamtgewicht von 3,1 Tonnen schon seit geraumer Zeit einen guten Ruf als robuster Arbeiter, als verlässlich und haltbar. Kein Wunder, denn er wird bisher in Deutschland von den Käufern überwiegend als echtes Nutzfahrzeug eingesetzt. Mittlerweile hat Isuzu aber auch den Freizeit-Markt im Auge. Das macht der V-Cross als lifestylige Alternative zum SUV deutlich. Für den Einsatz als Arbeitsgerät kann man bei Isuzu den D-Max branchenspezifisch individualisieren. Im Angebot sind etwa ein Dreiseiten-Kipper oder ein Schneeschild mit Aufbaustreuer für den Winterdienst. Außerdem gibt es im Zubehörprogramm verschiedene Hadtops und Laderaumabdeckungen sowie Stausysteme für Werkzeuge und Material mitsamt ausziehbarem Ladeboden.

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Ein Motor für alle Versionen

Der Isuzu D-Max für das Modelljahr 2021. Foto: © Martin BärtgesDer Isuzu D-Max für das Modelljahr 2021. Foto: © Martin Bärtges

Nicht so üppig wie das Zubehörangebot ist die Motorenpalette des Isuzu D-Max. Hier genügt eigentlich der Singular, denn nur ein Antriebsaggregat ist verfügbar. Es handelt sich um einen Vierzylinder-Turbodiesel mit Ladeluftkühler, der es aus 1.898 ccm Hubraum auf 120 kW / 163 PS Leistung bringt. Das maximale Drehmoment von 360 Nm steht zwischen 2.000 und 2.500 U/min zur Verfügung. Gekoppelt ist der Diesel wahlweise an ein sechsgängiges Schalt- oder ein ebenfalls sechsstufiges Automatikgetriebe. Das verrichtet seinen Dienst im Testwagen unauffällig und komfortabel. Die Wettbewerber bieten auf der Motorenseite deutlich mehr Vielfalt - und auch Motoren mit größerem Hubraum und mehr Pferdestärken. Gerade im Anhängerbetrieb würde man auch dem Isuzu schon etwas mehr an Hubraum wünschen.

Im Verbrauch liegt er im Test jedoch günstig, rund zehn Liter Diesel reichen für 100 Kilometer Fahrstrecke. In Verbindung mit dem 76 Liter fassenden Kraftstofftank sind damit Reichweiten von rund 700 Kilometer machbar. Zum Vergleich: Ein Toyota Hilux mit 2,8 Liter großem Dieselmotor und 204 Pferdestärken unter der Haube, ebenfalls mit Automatik ausgestattet, verbrauchte im Test etwa einen Liter Diesel mehr.

Bis 1,1 Tonnen Nutzlast

Die Ladefläche des Isuzu D-Max. Foto: © Martin BärtgesDie Ladefläche des Isuzu D-Max. Foto: © Martin Bärtges

Wie beinahe alle Pick-Ups spielt auch der D-Max im Alltags- und im Arbeitseinsatz seine Stärken als Lastenesel voll aus. Je nach Version packt er bis zu 1,1 Tonnen Zuladung weg, der Doppelkabiner darf rund eine Tonne schleppen. Falls das nicht reicht, muss ein Anhänger her. Bis zu 3,5 Tonnen kann der D-Max an den Haken nehmen, das zulässige Gesamtgewicht des kompletten Zuges darf bis zu sechs Tonnen betragen. Die zulässige Stützlast liegt bei bis zu 245 Kilogramm, aufs Dach darf man dem Isuzu bis zu 100 Kilogramm packen. Die knapp einen halben Meter hohe Pritsche ist am Boden 1.570 mm lang (auf Höhe der Pritschenoberkante sind es 1.495 mm) und zwischen den Radhäusern 1.120 mm breit.

Gute Geländewerte

Damit der D-Max auch dorthin kommt, wo andere Nutzfahrzeuge bereits aufgeben müssen, hat Isuzu ihm einen Allradantrieb spendiert. Zugeschaltet wird er - ebenso wie die Untersetzung - bequem per Drehschalter. Ab Ausstattungsversion LS ist auch eine elektrisch zuschaltbare, hundertprozentige Differenzialsperre an der Hinterachse an Bord. Beeindruckend sind die Wattiefe von 80 Zentimeter und der maximale Kippwinkel von 49 Grad.

Der Isuzu D-Max für das Modelljahr 2021. Foto: © Martin BärtgesDer Isuzu D-Max für das Modelljahr 2021. Foto: © Martin Bärtges

Aber nicht nur im Matsch, sondern auch auf dem Asphalt ist der D-Max ein durchaus angenehmer Partner. Vorbei sind die Zeiten, als ein Pick-Up ein brettharter Bock war, dem man mit Zuladung auf der Hinterachse etwas Manieren beibringen musste. Der Isuzu ist komfortabel und durchaus Pkw-ähnlich zu fahren. Ihren Teil dazu tun diverse Sicherheits- und Assistenzsysteme wie Bergan- und Bergabfahrhilfe, Antischlupfregelung, Traktionskontrolle sowie Notbrems- und Spurhalteassistent. Wer sich mit den mehr als fünf Metern Gesamtlänge etwas schwertut, freut sich vor allem in Innenstädten über Parksensoren vorne und hinten und eine Rückfahrkamera. Schön wäre es, wenn für den Pritschenwagen auch weitere, hubraumstärkere Antriebsaggregate ins Programm kämen. Aber in Zeiten des allgemeinen "Down-Sizings" ist dieser Wunsch vermutlich vergebens.

Fazit

Der Isuzu D-Max Doppelkabiner in der Top-Ausstattung V-Cross taugt für den Transport von bis zu fünf Personen – und reichlich Arbeits- oder Sport- und Freizeitgerät. Der Nettopreis liegt bei 40.075 Euro (mit Sechsgang-Schaltgetriebe), mit Automatik sind 42.008 Euro fällig. Für die auffällige Lackierung in Valencia Orange Metallic verlangt Isuzu weitere 490 Euro netto. Auf das Fahrzeug gibt der Hersteller eine Garantie von fünf Jahren (bis 100.000 km).

Technische Daten

Isuzu D-Max Double Cab V-Cross

  • Motor Vierzylinder Common-Rail Turbodiesel mit Ladeluftkühler, 1.898 ccm Hubraum, 120 kW / 163 PS Leistung bei 3.600 U/min, 360 Nm maximales Drehmoment bei 2.000 - 2.500 U/min, Abgassystem mit Oxidationskatalysator, Partikelfilter, gekühlter Abgasrückführung, Harnstoffeinspritzung, SCR-Reduktionskatalysator, Emissionsstufe Euro 6d-ISC - AO, Höchstgeschwindigkeit 180 km/h, Kraftstoffverbrauch 9,2 Liter / 100 km (nach WLTP kombiniert COC-Daten), 7,4 Liter / 100 km (NEFZ kombiniert COC-Daten, errechnet aus WLTP), Testverbrauch 10,1 Liter / 100 km, 76 Liter Tankinhalt, Bereifung 265/60R18 auf 7,5J x 18 - ET 33 Leichtmetallfelgen
  • Abmessungen: 5.265 mm lang, 1.870 mm breit, 1.790 mm hoch, Radstand 3.125 mm
  • Anhängelast 3.500 kg (gebremst), zulässiges Gesamtzuggewicht 6.000 kg, Stützlast 245 kg, Nutzlast bis 1.100 kg (als D-Max Doka V-Cross 1.000 kg), Dachlast 100 kg, Leergewicht 2.105 kg, Leergewicht Vorderachse 1.231 kg, Leergewicht Hinterachse 874 kg, maximal zulässiges Gesamtgewicht 3.100 kg,
  • Pritsche 1.570 mm Länge (Bodenblech), 1.495 mm Länge (Höhe Pritsche Oberkante), 1.120 mm Breite (zwischen den Radhäusern), 490 mm Höhe
  • Böschungswinkel vorne 30,5 Grad, Böschungswinkel hinten 24,2 Grad, Bodenfreiheit zwischen den Achsen 250 mm, Bodenfreiheit unter Vorderachse 277 mm, Bodenfreiheit unter Hinterachs-Differenzial 240 mm, Rampenwinkel 22,9 Grad, maximaler Kippwinkel 49 Grad, maximale Wattiefe 800 mm

Serienausstattung

  • Automatisch abblendbarer Innenspiegel, automatische Leuchtweitenregulierung, beleuchteter Schminkspiegel auf Fahrer- und Beifahrerseite, getönte hintere Seitenfenster und Heckscheibe, Infotainment-System mit 9-Zoll-Bildschirm (22,9 cm), DAB+, Apple CarPlay, Android Auto, Kühlergrill, Außenspiegel und Türgriffe in graumetallic, Ladflächenbeschichtung, schwarzer Dachhimmel, acht Lautsprecher, V-Cross Design-Kit, dunkelgraumetallic, bestehend aus Kotflügelverbreiterungen, Front-Diffusor und Heckleisten (Montage beim Händler)
  • Grundpreis Isuzu D-Max Double Cab V-Cross: 40.075 Euro (mit Sechsgang-Schaltgetriebe), 42.008 Euro (mit Sechsgang-Automatik)

Sonderausstattung

  • Valencia Orange Metallic: 490 Euro (alle Preise netto)

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Text: / handwerksblatt.de

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