Die Gesundheitshandwerke fürchten weitere Lockdowns. In einem gemeinsamen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordern sie, als systemrelevant eingestuft zu werden.

Die Gesundheitshandwerke fürchten weitere Lockdowns. In einem gemeinsamen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordern sie, als systemrelevant eingestuft zu werden. (Foto: © Pat Olson/123RF.com)

Augenoptiker fordern Anerkennung als systemrelevant

Betriebsführung

Für den Fall weiterer Lockdowns wollen Augenoptiker gemeinsam mit Zahntechnikern, Orthopädieschuhmachern und -technikern sowie Hörakustikern als systemrelevante Berufsgruppen eingestuft werden.

Augenoptiker, Hörakustiker, Orthopädieschuhtechnik, Orthopädie-Techniker und Zahntechniker setzen sich gemeinsam dafür ein, als systemrelevant anerkannt zu werden. Die fünf Verbände haben sich in einem Brief an den Bundesgesundheitsminister gewandt, um die Betriebe für den Fall künftiger Lockdowns als systemrelevant einstufen zu lassen. 

Alle Verbandspräsidenten haben den Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn unterschrieben. Sie weisen darauf hin, dass es während des Lockdowns im Frühjahr 2020 aufgrund unterschiedlicher Landesverordnungen zu erheblichen Problemen bei der gewerberechtlichen Zuordnung der Gesundheitshandwerke kam.

Kein Zahnersatz bei Betriebsschließungen

Die Betriebe seien teilweise fälschlicherweise dem Einzelhandel zugeordnet worden. In der Folge haben die Ordnungsämter entsprechende Schließungen anordnet.

Vor dem Hintergrund der rasant steigenden Corona-Fälle haben die Gesundheitshandwerke das Gesundheitsministerium aufgefordert, sie in eine bundesweit einheitliche Liste von systemrelevanten Berufsgruppen aufzunehmen. 

Die fünf Gewerke würden eine besondere Rolle in der bundesweiten Sicherstellung einer wohnortnahen und flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Hilfsmitteln und Zahnersatz einnehmen.

Quelle: Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen

Text: / handwerksblatt.de

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