Maurer-Azubis gehören auch weiterhin zu den Spitzenverdienern. Im gesamtdeutschen Durchschnitt lag ihre tarifliche Ausbildungsvergütung bei monatlich 1.095 Euro.

Maurer-Azubis gehören auch weiterhin zu den Spitzenverdienern. Im gesamtdeutschen Durchschnitt lag ihre tarifliche Ausbildungsvergütung bei monatlich 1.095 Euro. (Foto: © goodluz/123RF.com)

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Ausbildungsvergütungen steigen weniger stark an

Betriebsführung

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind im Jahr 2017 im bundesweiten Durchschnitt um 2,6 Prozent gestiegen. Durchschnittlich bekommen die Azubis 876 Euro brutto im Monat.

Der Vergütungsanstieg fiel damit deutlich schwächer aus als in den Jahren zuvor. Im Zeitraum von 2012 bis 2016 lagen die jährlichen Zuwächse in einer Spanne von 3,4 Prozent bis 4,5 Prozent. Bundesweit kamen die Auszubildenden im Jahr 2017 auf eine Vergütung von durchschnittlich 876 Euro brutto im Monat. In Westdeutschland erhielten die Auszubildenden im vergangenen Jahr durchschnittlich 881 Euro und in Ostdeutschland 827 Euro im Monat.

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen stiegen damit prozentual fast gleich stark an: im Westen um 2,6 Prozent und im Osten um 2,5 Prozent. Der Abstand zum westlichen Tarifniveau blieb somit 2017 in Ostdeutschland unverändert: Es wurden wie im Vorjahr 94 Prozent der westlichen Vergütungshöhe erreicht.

Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2017. Ermittelt wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 181 Berufe in West- und 152 Berufe in Ostdeutschland. Auf dieser Basis wurden auch gesamtdeutsche Durchschnittswerte berechnet. Auf die einbezogenen Berufe entfielen 89 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse.

Erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe

Zwischen den Ausbildungsberufen bestanden 2017 erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe. Besonders hoch lagen die tariflichen Ausbildungsvergütungen im Handwerksberuf Maurer/Maurerin mit monatlich 1.095 Euro im gesamtdeutschen Durchschnitt. In Ostdeutschland fielen die Beträge allerdings mit 915 Euro deutlich niedriger aus als in Westdeutschland mit 1.110 Euro.

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Hohe tarifliche Vergütungen wurden beispielsweise auch in den Berufen Mechatroniker/Mechatronikerin (gesamt: 1.043 Euro, West: 1.047 Euro, Ost: 1.023 Euro), Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen (einheitlich: 1.028 Euro) und Industriekaufmann/-frau (gesamt: 1.004 Euro, West: 1.008 Euro, Ost: 942 Euro) gezahlt.

Vergleichsweise niedrig waren die tariflichen Vergütungsdurchschnitte 2017 zum Beispiel in den Berufen Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin (einheitlich: 693 Euro), Bäcker/Bäckerin (einheitlich: 637 Euro), Florist/Floristin (gesamt: 617 Euro, West: 622 Euro, Ost: 587 Euro) sowie Schornsteinfeger/Schornsteinfegerin (einheitlich: 518 Euro).

Große Differenzen auch zwischen den Ausbildungsbereichen

Zwischen den Ausbildungsbereichen gab es 2017 ebenfalls deutliche Unterschiede im tariflichen Vergütungsniveau. Überdurchschnittlich hohe Ausbildungsvergütungen wurden im Öffentlichen Dienst (einheitlich: 958 Euro) sowie in Industrie und Handel (gesamt: 942 Euro, West: 950 Euro, Ost: 878 Euro) erreicht. Unter dem Gesamtdurchschnitt lagen dagegen die Vergütungen im Bereich der freien Berufe (gesamt: 809 Euro, West: 810 Euro, Ost: 773 Euro), in der Landwirtschaft (gesamt: 733 Euro, West: 753 Euro, Ost: 641 Euro) sowie im Handwerk (gesamt: 738 Euro, West: 743 Euro, Ost: 678 Euro).

Text: / handwerksblatt.de

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