Mit jeder weiteren Woche des Lockdowns, an dem das Frühstücks- und Cafégeschäft ausfällt, verschärft sich die wirtschaftliche Situation der Bäckereien mit Cafébetrieb. (Foto: © kzenon/123RF.com)

Bäcker fordern Rettungspaket und sieben Prozent MwSt.

Bäcker fordern ein Rettungspaket für ihre Cafés, die wegen der Corona-Krise schließen mussten. Die Cafébesitzer wollen schnell wieder öffnen und fordern die Absenkung der Mehrwertsteuer auf einheitliche sieben Prozent.

Mittags ein belegtes Sandwich beim Bäcker essen, nachmittags Freunde zu Kaffee und Kuchen im Café treffen. Das alles geht im Moment gar nicht. Darunter leiden die Kunden und mehr noch natürlich die Bäckerei- und Cafébesitzer.

Das Café- und Snackgeschäft ist durch die Corona-Krise für Bäckereien vollständig weggebrochen. Genau wie Restaurants und Kantinen leiden zahlreiche Bäckereien immens am Lockdown. 

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Das Bäckerhandwerk schätzt die Umsatzeinbrüche auf bis zu 70 Prozent. Deshalb sei es jetzt dingend notwendig, dass die Politik die Cafés öffnet und finanziell stützt, meint Michael Wippler. Der Bäckermeister aus Dresden ist Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerverbands.

Der Verband unterstützt deshalb die Forderung des Gastgewerbes nach einer Verringerung des Mehrwertsteuersatzes auf sieben statt 19 Prozent - wie es schon für Lebensmittel der Fall ist.

"Das würde die erlittenen Umsatzverluste ein Stück weit abfedern", so Wippler. Außerdem fordert er die Politik auf, einen Rettungsfonds für die gebeutelte Branche zu bilden. 

Cafés behutsam wieder öffnen

Und die Betriebe wollen so schnell wie möglich wieder öffnen. "Unter Einhaltung notwendiger Gesundheitsmaßnahmen wie strenger Sicherheitsabstände sollte schnellstmöglich ein Fahrplan aufgestellt werden, damit die Cafés sukzessive und behutsam wieder öffnen dürfen", fordert Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes.

Vor allem in den Außenbereichen vieler Bäckereien können die Mindestabstandsgrenzen zur Vermeidung von engen Kontakten eingehalten werden.

"Mit jeder weiteren Woche des Lockdowns, an dem das Frühstücks- und Cafégeschäft ausfällt, verschärft sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe."    

Text: / handwerksblatt.de

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