Pia Schneider, Obermeisterin der Friseurinnung Solingen-Wuppertal, nimmt den symbolischen Scheck von Andreas Schick, stellvertretender Obermeister (Mitte) und Kreishandwerksmeister Arnd Krüger entgegen.nitten haben Friseure schon lange nicht mehr. Bei vielen Betrieben geht es jetzt um die Existenz. Das bergische Handwerk hat sich zu einer Hilfsaktion entschieden.

Daumen hoch: Pia Schneider, Obermeisterin der Friseurinnung Solingen-Wuppertal, freut sich über die große Solidarität: Andreas Schick, stellvertretender Obermeister (Mitte) und Kreishandwerksmeister Arnd Krüger überreichten ihr den symbolischen Scheck. (Foto: © Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal)

Bergische Handwerker sammeln 100.000 Euro für Friseure

Betriebsführung

Handwerker halten zusammen: 100.000 Euro haben die Innungen der Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal für die vom Lockdown betroffenen Friseurbetriebe gesammelt.

Die Innungen der Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal in Nordrhein-Westfalen haben innerhalb kürzester Zeit 100.000 Euro für die vom Lockdown betroffenen Friseurbetriebe gesammelt. Mit dem Geld kann die Friseur-Innung ihren 65 Betrieben eine pauschale Beitragsrückerstattung zu Gute kommen lassen. Das Spende soll gleichmäßig aufgeteilt werden. 1.500 Euro wären das pro Friseurbetrieb.

Pia Schneider, Obermeisterin der Friseurinnung Solingen-Wuppertal, nahm am Mittwoch (3. Februar) den symbolischen Scheck von Andreas Schick, stellvertretender Obermeister, und Kreishandwerksmeister Arnd Krüger entgegen.

"Das Handwerk steht geschlossen an der Seite der Friseurbetriebe"

"Uns ist bewusst, dass auch diese Unterstützung für viele Betriebe nicht die Rettung bedeutet, jedoch steht das bergische Handwerk in dieser herausfordernden Zeit geschlossen an der Seite der betroffenen Friseurbetriebe", sagt Kreishandwerksmeister Arnd Krüger.

Während viele Bau- und Ausbaubetriebe in den letzten Monaten weiter arbeiten konnten, teilweise sogar gut durch die Pandemie und den Lockdown gekommen sind, mussten die Friseure Anfang Dezember bereits zum zweiten Mal die Läden schließen und ihre Dienstleistungen vollständig einstellen. Das hat die Innungen auf diese ungewöhnliche und unbürokratischen Idee gebracht.

"Es geht um die nackte Existenz"

Im Unterschied zu Gaststätten und Handelsgeschäften, die noch ein paar Umsätze durch das Einrichten von Abhol- oder Onlinediensten generieren können, seien die Friseurbetriebe ohne jegliche Einnahmen, heißt es in einer Mitteilung der Kreishandwerkerschaft.

Staatliche Hilfen würden, wenn überhaupt, nur schleppend ankommen und die Überbrückungshilfe III könne immer noch nicht beantragt werden. "Die Kosten der Betriebe laufen jedoch weiter. Inzwischen sind die Rücklagen aufgebraucht und es geht schlicht um die nackte Existenz", so Krüger. In dieser Lage stehe das Handwerk geschlossen an der Seite der Friseure. 

Text: / handwerksblatt.de

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