Mit dem Aktionsprogramm sollen die Bedingungen für erfolgreiches mittelständisches Unternehmertum verbessert werden.

Mit dem Aktionsprogramm sollen die Bedingungen für erfolgreiches mittelständisches Unternehmertum verbessert werden. (Foto: © auremar/123RF.com)

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KMU-Aktionsprogramm verabschiedet

Betriebsführung

Die nationalen KMU-Beauftragten des SME Envoys Network aus 28 Mitgliedstaaten haben ein neues europäisches KMU-Aktionsprogramm verabschiedet.

Beim Treffen des SME Envoys Network in Lissabon haben die nationalen KMU-Beauftragten aus 28 Mitgliedstaaten ein neues europäisches KMU-Aktionsprogramm verabschiedet. Ziel des Programmes ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu stärken und die Bedingungen für erfolgreiches Unternehmertum zu verbessern. Die Anliegen von KMU sollen noch besser sichtbar gemacht und das Unternehmertum gefördert werden. Die dafür zentralen Themen sind bessere Rechtsetzung, Zugang zu Märkten, Zugang zu Finanzierungen, Unternehmertum, Fachkräftesicherung und Digitalisierung.

Im Mittelpunkt der besseren Rechtsetzung steht der Abbau von überflüssiger Bürokratie für kleine und mittlere Unternehmen: Konsequent angewandt führt das Prinzip "Vorfahrt für KMU“ dazu, dass neue Gesetze zunächst für die kleinsten Unternehmen anwendbar sein müssen. KMU sind mit vielen spezifischen Herausforderungen konfrontiert, etwa fehlenden Skalenvorteilen mangels Größe oder mangelnder Kapazitäten, um an Konsultationen teilzunehmen. Insgesamt müssen laut Aktionsprogramm die Regulierungskosten für KMU reduziert werden.

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Digitales Potenzial ausschöpfen

Das neue "European SME-Action Programme“ befasst sich, in Ergänzung des zuletzt 2011 überarbeiteten Small Business Act (SBA), auch mit dem Thema Digitalisierung. Längst präge sie auch den Alltag von KMU. Einige Betriebe nutzen die neuen digitalen Möglichkeiten schon in ihrer vollen Breite und optimieren so ihre Geschäftsmodelle. KMU müssten ihr digitales Potenzial ausschöpfen können, etwa wenn es darum geht, mithilfe von Sharing-Plattformen neue Kunden zu gewinnen oder innovative Produkte zu entwickeln und abzusetzen.

Das Thema Fachkräftesicherung tritt neu zu den bisherigen Kernthemen des SBA. Im Kern geht es gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen darum, dass sie über gut qualifizierte Mitarbeiter verfügen. Die Grundlage dafür lege im Handwerk die duale Ausbildung in über 130 Berufen. Sie sorge gesamtwirtschaftlich für eine im internationalen Vergleich äußerst geringe Jungendarbeitslosigkeit und wirke so dem drohenden Fachkräftemangel entgegen. Sie sichere gleichzeitig ein breites Kompetenzspektrum und die Fähigkeit, den wandelnden Anforderungen einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt zu entsprechen.

Anpassung an die heutigen Herausforderungen

Das Netzwerk der nationalen KMU-Beauftragten aus 28 Mitgliedstaaten wurde 2011 zur Überprüfung des SBA und zum Austausch zwischen Kommission, Vertretern der Mitgliedstaaten und Verbände zu KMU-Themen eingerichtet. Der 2008 beschlossene SBA stand unter dem Motto "Vorfahrt für KMU“ und war ein Schritt, die Rolle der rund 20 Millionen europäischen KMU als Rückgrat der Wirtschaft zu verdeutlichen. Das jetzt beschlossene KMU-Aktionsprogramm baut darauf auf und entwickelt dieses Anliegen – angepasst an die heutigen Herausforderungen – weiter.

Text: / handwerksblatt.de

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