Neue Gasheizungen müssen ab 2029 zunächst zehn Prozent, bis 2040 60 Prozent klimafreundliche Brennstoffe wie Biomethan und andere erneuerbare Gase nutzen.

Neue Gasheizungen müssen bis 2040 zu 60 Prozent klimafreundliche Brennstoffe wie Biomethan und andere erneuerbare Gase nutzen. (Foto: © Alexander Raths /123RF.com)

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Studie: Kosten für Gasheizungen könnten sich bis 2040 verdoppeln

Das neue Heizungsgesetz ermöglicht wieder den Einbau neuer Gasheizungen. Doch eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass die Kosten langfristig deutlich steigen werden.

Hausbesitzer und Vermieter können seit Einführung des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes ("Heizungsgesetz") wieder fossile Heizungen installieren. Sie müssen allerdings sicherstellen, dass ihre Anlage schrittweise einen höheren Anteil an klimafreundlichen Gasen wie Biomethan nutzt ("Bio-Treppe"). Die geringeren Anschaffungskosten von Gasheizungen wirken zwar kurzfristig entlastend. Die Modellrechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belegen jedoch, dass diese Entscheidung mittelfristig deutlich teurer wird.

Grüngasquote ist ein Grund

Die Studie betrachtet eine typische, teilsanierte Altbauwohnung in einem Mehrfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 10.000 Kilowattstunden. Die Jahreskosten könnten sich von 1.080 Euro in 2026 auf 1.952 Euro in 2040 nahezu verdoppeln. Verantwortlich dafür ist vor allem die verpflichtende Beimischung klimafreundlicher Gase, auf die über 70 Prozent des Kostenanstiegs entfallen.

Drei Faktoren bestimmen den Kostenanstieg:

  • Beimischung klimafreundlicher Gase
    Neue Gasheizungen müssen ab 2029 zunächst zehn Prozent, bis 2040 zu 60 Prozent klimafreundliche Brennstoffe wie Biomethan und andere erneuerbare Gase nutzen. Diese bleiben aber auch in Zukunft knapp, sodass Gasheizungsnutzer in 2040 mit Mehrkosten von 643 Euro jährlich rechnen müssen.

  • Gasnetzentgelte
    Durch die sinkende Anzahl an Haushalten mit Gasanschluss verteilen sich die Fixkosten auf weniger Nutzer. Daher steigen die Gebühren pro Anschluss. Das IW rechnet hier mit jährlichen Zusatzkosten von 184 Euro in 2040.

  • CO₂-Preise
    Das Heizen mit Gas verursacht CO₂-Emissionen, die mit ansteigendem CO₂-Preis zu Buche schlagen. Dieser Faktor bleibt mit 44 Euro im Jahr vergleichsweise gering, da der Anteil fossilen Erdgases durch die "Bio-Treppe" reduziert wird.

Komplexere Verteilung der Folgekosten

Die frühere Verpflichtung, dass neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent aus erneuerbaren Energien bestehen, entfällt. Das eröffnet Eigentümern beim Austausch der Heizung wieder mehr Freiheiten. Dennoch steigen die Folgekosten fossiler Heizungen spürbar. In Zukunft wird sich die Kostenverteilung zwischen Vermietern und Mietern komplexer gestalten. "Die Politik verkauft das neue Heizungsgesetz als Freiheit im Heizungskeller – ohne Mehrkosten. Das ist irreführend", sagt IW-Experte Ralph Henger. "Wer sich für eine neue Gasheizung entscheidet, zahlt am Ende drauf – Vermieter wie Mieter."

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Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft (IW)

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Text: / handwerksblatt.de

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