Foto: © Andreas Buck
HWK Münster | Februar 2026
Gestalter im Handwerk feiern Abschluss
Die Akademie für Gestaltung der HWK Münster hat 40 neue Absolventen verabschiedet und mit dem Förderverein die vier Besten ausgezeichnet.
Psychische Probleme können sich auf verschiedene Weise äußern, beispielweise durch sozialen Rückzug, Stimmungsschwankungen oder häufige Krankmeldungen. (Foto: © highwaystarz/123RF.com)
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November 2025
Der Anteil der psychischen Erkrankungen bei Azubis lag 2024 laut einer Studie bei 13,6 Prozent. Im Handwerk sind mit 10,7 Prozent jedoch deutlich weniger Auszubildende betroffen.
Die psychische Gesundheit junger Menschen hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Laut der Studie "Jugend in Deutschland 2024" sind seit der Corona-Pandemie vor allem Stress, Einsamkeit und Angstzustände stark angestiegen. Eine Verbesserung ist bisher nicht zu erkennen. Etwa 20 Prozent der unter 30-Jährigen leiden unter so starken seelischen Belastungen, dass sie professionelle Hilfe brauchen.
Diese Entwicklung zeigt sich auch bei den Azubis: Nach aktuellen Zahlen der IKK classic stieg der Anteil der psychischen Erkrankungen an allen Krankmeldungen von 12,5 Prozent im Jahr 2022 auf 13,6 Prozent im Jahr 2024. Damit liegen psychische Krankheiten inzwischen auf Platz zwei der häufigsten Krankheitsursachen bei Auszubildenden – direkt hinter den Atemwegserkrankungen (35 Prozent).
Ein Blick auf die verschiedenen Branchen zeigt jedoch große Unterschiede. In der Industrie ist rund jeder fünfte Azubi (20,2 Prozent) von einer psychischen Erkrankung betroffen. Im Handwerk liegt der Anteil dagegen mit 10,7 Prozent deutlich niedriger – ähnlich wie im Handel. In der Dienstleistungsbranche sind es 14,6 Prozent, im öffentlichen Dienst 14,3 Prozent.
"Damit leiden handwerkliche Auszubildende deutlich seltener unter psychischen Erkrankungen als der Durchschnitt. Mögliche Gründe hierfür könnten sein, dass körperliche Bewegung, feste Tagesstrukturen und ein starkes Wir-Gefühl in den Handwerksbetrieben einen positiven Einfluss auf die mentale Gesundheit haben", erklärte Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic.
Für Ausbilder und Betriebe ist es wichtig, psychische Probleme frühzeitig zu erkennen. Auffälliges Verhalten kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen – zum Beispiel, wenn sich jemand sozial zurückzieht, starke Stimmungsschwankungen hat oder sich häufig krankmeldet. "Diese Anzeichen müssen nicht zwangsläufig eine Krankheit bedeuten, sie deuten aber oft auf Überlastung hin. Ausbilder sollten in solchen Fällen aufmerksam sein und frühzeitig ein Gespräch suchen", sagt Hippler.
Die IKK classic bietet für Auszubildende verschiedene Programme und Hilfen rund um das Thema psychische Gesundheit an:
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