Waschmaschinen, Handys, Schuhe oder Fahrräder - viele Gegenstände können von Fachleuten aus dem Handwerk ganz leicht repariert werden und müssten nicht direkt weggeworfen werden. Der Reparaturbonus soll Verbraucher zu mehr Nachhaltigkeit animieren.

Waschmaschinen, Handys, Schuhe oder Fahrräder - viele Gegenstände können von Fachleuten aus dem Handwerk ganz leicht repariert werden und müssten nicht direkt weggeworfen werden. Der Reparaturbonus soll Verbraucher zu mehr Nachhaltigkeit animieren. (Foto: © Andriy Popov/123RF.com)

Sachsen führt landesweiten Reparaturbonus ein

Betriebsführung

Der Reparaturbonus kommt. Wie der Sächsische Handwerkstag meldet, will die Landesregierung ab 2023 Verbraucher unterstützen, die kaputte Gebrauchsgegenstände reparieren lassen und nicht direkt wegwerfen.

Wie der Sächsische Handwerkstag meldet, will Sachsen noch in diesem Jahr einen landesweiten Reparaturbonus für bestimmte defekte Gebrauchsgegenstände und technische Geräte für Verbraucher einführen. Dazu gab es schon verschiedene erfolgreiche lokale Pilotprojekte im vorigen Jahr.

"Wenn auch Details für den Praxisvollzug dieses Förderinstruments auf ministerieller Ebene offenbar noch einer letzten Abstimmung bedürfen, so steht immerhin fest: Im Doppelhaushalt 2023/2024 sind hierfür rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt", sagt Andreas Brzezinski, Sprecher der Geschäftsführung des Sächsischen Handwerkstages. 

Vorbilder sind Thüringen und Österreich

Den landesweiten Reparaturbonus fordert das sächsischen Handwerk schon lange. Im benachbarten Thüringen können Verbraucher seit 2021 bei der Instandsetzung defekter Elektrogeräte die Hälfte der Reparaturkosten, maximal 100 Euro pro Haushalt und Kalenderjahr, als Bonus erstattet bekommen. Auch in Österreich gibt es bereits einen Reparaturbonus.

"Wenn Gebrauchsgegenstände und technische Geräte aus Privathaushalten repariert statt vorschnell entsorgt werden, hilft dies, Umwelt und Klima zu schützen. Für das Handwerk nicht minder von Bedeutung ist der Fakt, dass auf diese Weise regionale Wirtschaftskreisläufe wieder mehr belebt werden", so Andreas Brzezinski. Handwerksbetriebe würden branchenübergreifend als kompetente Reparaturdienstleister bereitstehen. 

In Thüringen wurde der Reparaturbonus vom Start an sehr gut angenommen. Thüringerinnen und Thüringer, die ein kaputtes Haushalts-Elektrogerät reparieren lassen, bekamen 2021 und 2022 die Hälfte der Reparaturkosten erstattet – bis maximal 100 Euro pro Person und Kalenderjahr. Sie benötigen die Reparaturrechnung und die Kopie des Zahlungsnachweises (zum Beispiel den Kassenbon), um den Reparaturbonus zu erhalten.

Hinweis: Momentan (Stand 19.01.2023) können keine Anträge gestellt werden, eine Neuauflage des Reparaturbonus in Thüringen ist aber geplant.

In Österreich wurde ebenfalls 2021 landesweit ein Reparaturbonus für kaputte Handys, Kaffeemaschinen oder Waschmaschinen eingeführt, hier gibt es sogar bis zu 200 Euro für die Reparatur und für Kostenvoranschläge bis zu 30 Euro. 

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Text: / handwerksblatt.de

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