Ein Online-Sehtest kann die Arbeit von Augenoptikern und Optometristen nicht ersetzen, weil er nicht deren Arbeits- und Qualitätsrichtlinien entspricht. Darauf weist der ZVA hin und warnt vor möglichen negativen Folgen für Verbraucher.

Ein Online-Sehtest kann die Arbeit von Augenoptikern und Optometristen nicht ersetzen, weil er nicht deren Arbeits- und Qualitätsrichtlinien entspricht. Darauf weist der ZVA hin und warnt vor möglichen negativen Folgen für Verbraucher. (Foto: © lightpoet/123RF.com)

Verband warnt vor Online-Sehtests

Laut dem Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen entsprechen Online-Sehtests nicht den Arbeits- und Qualitätsrichtlinien für Augenoptik und Optometrie.

Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) rät Verbrauchern davon ab, sich auf die Ergebnisse von Online-Sehtests zu verlassen und sie als Grundlage zu nehmen, um Brillen oder Kontaktlinsen zu bestellen.

Laut ZVA entspricht keiner dieser Sehtests den Arbeits- und Qualitätsrichtlinien für Augenoptik und Optometrie (AQRL). Nicht ein einziges der bekannten Internet-Angebote könne den Nachweis erbringen, vergleichbar präzise Ergebnisse zu liefern wie die Messungen von Augenoptikern und Optometristen, heißt es vom ZVA.

Folgen können Gesundheit beeinträchtigen

Der Verband weist darauf hin, dass diese Sehtests weder ein Anamnesegespräch noch eine Untersuchung zur Abklärung möglicher gesundheitlicher Schwierigkeiten ersetzen könne. Zudem entfalle die wichtige Prüfung des beidäugigen Sehens mit den ermittelten Werten.

Führt ein Online-Sehtest dazu, dass Verbraucher Brillen oder Kontaktlinsen, die gar nicht zu ihren individuellen Sehschwächen passen, kann das laut ZVA äußerst negative Folgen haben. Neben einer eingeschränkten Sehleistung kann es zu Kopfschmerzen, Muskelverspannungen an Hals und Nacken, Schwindel oder Übelkeit kommen.

Quelle: ZVA

Text: / handwerksblatt.de

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