Es ist nicht leicht, Kirchengebäude richtig zu heizen oder zu belüften.

Es ist nicht leicht, Kirchengebäude richtig zu heizen oder zu belüften. (Foto: © Erich Teister/123RF.com)

Vorsicht beim Lüften von Kirchen

Auch wenn der Sommer warme Temperaturen spendet: vom langen, strengen Winter sind die Gebäude noch kalt. Das betrifft besonders die Kirchen mit ihren oft dicken Steinmauern.

Jetzt Türen und Fenster aufzureißen, um die Sommerwärme hineinzulassen ist nicht die richtige Methode, um Kirchengebäude aufzuwärmen. Denn wenn warme Luft in kalte Kirchenräume strömt, besteht die Gefahr einer Sommerkondensation. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. 

Stößt die feuchte Außenluft auf die noch winterkalten Mauern im Kircheninneren, dann kühlt sie sich ab und die Feuchtigkeit kondensiert an den Wänden. Es bildet sich Schimmel oder die Wände verdrecken, da Staub und Schmutz am feuchten Film auf den Mauern kleben bleiben. 

Tage mit sehr trockener Luft nutzen

"Es heißt zwar Sommerkondensation. Der Effekt ist aber an den ersten richtig feucht-warmen Tagen des Frühlings besonders groß", sagt Christian Dahm von der EnergieAgentur.NRW. Fürs Lüften sollte man besser Tage mit sehr trockener Luft nutzen. Besondere Vorsicht ist bei Tagen mit Außentemperaturen von mehr als 20 Grad oder mit einer relativen Feuchtigkeit von mehr als 45 Prozent geboten. 

Für historische Kirchengebäude, die neben der Orgel auch wertvolle Fresken oder Schnitzwerke beherbergen, ist das besonders wichtig. Eine Kirche ist eben in raumklimatischer und energetischer Hinsicht ein Sonderfall und nicht mit anderen Gebäuden vergleichbar.

Text: / handwerksblatt.de