Katja Lilu Melder (UFH Landesvorstand NRW), Undine Weiller (UFH Landesvorstand NRW), Regina Kleinschumacher (Vorsitzende Arbeitskreis Kempen-Viersen), Silke Krebs (Staatssekretärin NRW- Wirtschaftministerium), Birgit Krüger (UFH Landesvorstand NRW),  Juana Bleker (UFH Landesvorsitzende NRW) und  Jutta Monscheuer (UFH Landesvorstand NRW ) (v. l.)

Katja Lilu Melder (UFH Landesvorstand NRW), Undine Weiller (UFH Landesvorstand NRW), Regina Kleinschumacher (Vorsitzende Arbeitskreis Kempen-Viersen), Silke Krebs (Staatssekretärin NRW- Wirtschaftministerium), Birgit Krüger (UFH Landesvorstand NRW), Juana Bleker (UFH Landesvorsitzende NRW) und Jutta Monscheuer (UFH Landesvorstand NRW ) (v. l.) (Foto: © UFH NRW)

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Landesverbandstagung der Unternehmerfrauen im Handwerk NRW

Die Unternehmerfrauen im Handwerk diskutierten bei der Landesverbandstagung NRW über Fachkräftemangel, steigende Kosten und die Einführung eines Mutterschutzes für Selbstständige.

Bei der Landesverbandstagung der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) NRW in Kempen ging es um Herausforderungen der Branche wie die Auswirkungen steigender Preise sowie die Frage nach einem Mutterschutz für selbstständige Frauen. Regina Kleinschumacher, Vorsitzende des UFH-Arbeitskreises Kempen-Viersen, und Juana Bleker, Vorsitzende des UFH-Landesverbands NRW, begrüßten dabei auch die Staatssekretärin im NRW-Wirtschaftsministerium Silke Krebs. In ihrer Festrede informierte sie über aktuelle Vorhaben des Ministeriums zur Unterstützung und Entlastung von Handwerksbetrieben.

Es ging um die Abkehr von fossilen Brennstoffen im Zuge der Energiewende und die Notwendigkeit, wirtschaftliche Abhängigkeiten vor dem Hintergrund globaler Krisen zu reduzieren. Außerdem sprach Krebs über den Fachkräftemangel als eines der drängendsten Probleme. In diesem Zusammenhang nannte sie bestehende Fördermaßnahmen für Auszubildende und Initiativen zur Erhöhung des Frauenanteils im Handwerk. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vereinbarkeit von Familie und Selbstständigkeit. Dabei ging es auch um die finanzielle Absicherung im Falle einer Schwangerschaft.

Diskussion über Fachkräftegewinnung

Später war die Fachkräftegewinnung ein Thema. Unternehmerin Johanna Schuh zeigte anhand praxisnaher Beispiele auf, wie Handwerksbetriebe soziale Medien gezielt nutzen können, um neue Mitarbeitende zu erreichen. Besonders authentische Inhalte, etwa Einblicke in den Arbeitsalltag oder die Vorstellung von Beschäftigten, trugen zu einer hohen Reichweite bei und stärkten die Sichtbarkeit von Unternehmen im digitalen Raum. Die anschließende Diskussionsrunde griff diese Ansätze auf und vertiefte sie aus unterschiedlichen Perspektiven.

Malermeisterin und Obermeisterin der Maler- und Lackiererinnung Niederrhein, Stephanie Jahrke, der Bürgermeister der Stadt Kempen, Christoph Dellmans, der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, Thomas Gütgens, und Johanna Schuh berichteten von ihren Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, dass authentische Formate in sozialen Medien eine gute Möglichkeit seien, um junge Menschen anzusprechen. Praxisbeispiele zeigten, dass kreative Inhalte hohe Reichweiten erzielen und sich positiv auf die Zahl der Bewerbungen auswirken können. Gleichzeitig wurde betont, dass ein gutes Betriebsklima eine wichtige Rolle für die langfristige Bindung von Fachkräften spielt.

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Mutterschutz für selbstständige Frauen

Christine Schmelting vom Westdeutschen Handwerkskammertag stellte die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zum Thema Mutterschutz für selbstständige Frauen vor. In einer abschließenden Runde sprachen Johanna Röh (Tischlermeisterin und Initiatorin der Bewegung für Mutterschutz für Selbstständige), Thomas Dreßen (IKK classic) und Christine Schmelting über die aktuelle Situation. Zwar existiere das Mutterschutzgesetz bereits seit 1952, jedoch berücksichtige es die besonderen Bedingungen von Unternehmerinnen bislang nicht ausreichend.

Es fehlten sowohl gesetzlich geregelte Schutzfristen als auch finanzielle Unterstützungsmaßnahmen für die Betriebe. Das Thema sei inzwischen politisch aufgegriffen worden und finde sich im Koalitionsvertrag wieder. Gleichzeitig bestehe weiterhin Diskussionsbedarf, vor allem im Hinblick auf eine umfassende Absicherung auch bei komplexen Schwangerschaftsverläufen. Mutterschutz sei eine grundlegende gesellschaftliche Absicherung und müsse entsprechend ausgestaltet werden.

Quelle: UFH NRW

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Text: / handwerksblatt.de

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