Anzeige

Ruhig bleiben, wenn der Verkehr mal wieder stockt

Stau auf der Autobahn: Für viele Menschen ist das purer Stress. Der TÜV Nord gibt hilfreiche Tipps.

Ein Stau ist für die meisten Menschen deshalb so schlimm, weil sie sich der Situation gegenüber ausgeliefert fühlen. Foto: © TÜV Nord
Ein Stau ist für die meisten Menschen deshalb so schlimm, weil sie sich der Situation gegenüber ausgeliefert fühlen.

Verstopfte Straßen sind etwa so beliebt wie verstopfte Atemwege. Sie nötigen uns dazu, einen Gang herunterzuschalten, und ändern lässt sich an dem zähflüssigen Zustand nur wenig. Sich darüber zu ärgern, macht es nur schlimmer. Warum also nicht gleich gelassen bleiben? 

Gelegenheit zum Üben gibt es genug. Auf deutschen Autobahnen stauten sich die Fahrzeuge im vergangenen Jahr täglich auf rund 4000 Kilometern. Übers Jahr gerechnet würde diese Strecke zwei Mal zum Mond und zurück reichen. Am heftigsten trifft es die Münchner Autofahrer und -fahrerinnen: Sie verbrachten im Schnitt rund 50 Stunden im Stau, berechnete das US-Unternehmen Inrix, das weltweit Verkehrsanalysen durchführt. Kleiner Trost: In Los Angeles stehen die Autos sogar doppelt so lange. Zur Rush-hour sinkt in den amerikanischen Metropolen regelmäßig die Stimmung, stellte eine repräsentative US-Studie fest.

Was genau nervt an einem Stau eigentlich so sehr?

Der Psychologe David Wiesenthal von der York University in Toronto untersucht das Thema Stress am Steuer seit rund 20 Jahren und befragt dazu unter anderem Menschen auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause. Wie erwartet, fühlten sich Pendler und Pendlerinnen mit zunehmender Verkehrsdichte gestresster, berichtet er. Das galt umso mehr, wenn sie unter Zeitdruck standen oder keine Kontrolle über ihre Lage zu haben meinten.

"Ein Stau ist für die meisten Menschen deshalb so schlimm, weil sie sich der Situation gegenüber ausgeliefert fühlen", erklärt Klaus Peter Kalendruschat von TÜV NORD. Dabei seien sie keineswegs machtlos. "Den Stau selbst kann man zwar nicht kontrollieren, aber wie man mit der Situation umgeht", sagt der Psychologe. Er empfiehlt folgende Maßnahmen, um locker zu bleiben:

Text: / handwerksblatt.de

Leserkommentare

nach oben