Sie diskutierten beim Handwerk.NRW Dreikönigsforum am 17. Januar 2019 in der Düsseldorfer DZ Bank: Klaus-Peter Schöppner (Meinungsforscher), Dortmunds Kammerpräsident Berthold Schröder, Moderator Holger Steltzner (Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung), Ulrich Leitermann, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna und DZ Bank-Vorstand Uwe Fröhlich sowie, am Pult, Handwerk.NRW-Präsident Andreas Ehlert. (Foto: © Wilfried Meyer)

Dreikönigsforum NRW: Steuern und Finanzen im Mittelpunkt

Das Dreikönigsforum von Handwerk.NRW gehört zu den wichtigen Terminen in den ersten Wochen des neuen Jahres. Dazu hatte das NRW-Handwerk viele Gäste in die DZ Bank in Düsseldorf eingeladen.

Der Boden für positve Stimmung im Handwerk war bereitet: Tags zuvor hatte Handwerk.NRW-Präsident Andreas Ehlert zusammen mit Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Hans Jörg Hennecke eine gute Bilanz für 2018 gezogen und einen positiven Ausblick auf 2019 gegeben. Zum traditionellen Dreikönigsforum wie auch zum anschließenden Dreikönigsessen mit den Sternsingern begrüßte Ehlert Vertreter des Handwerks ebenso wie anderer Wirtschaftszweige, Verbände und aus der Landespolitik.

"Wohin mit dem Geld? Vorsorge und Vermögensbildung im Mittelstand" war das Thema der hochkarätig besetzten Gesprächsrunde. Da lag es sehr nahe, auch auf die wirtschaftlichen, finanziellen und steuerlichen Rahmenbedingungen zu schauen, die verlässlich sein müssen, waren sich die Diskutanten einig.

DZ Bank-Vorstand Uwe Fröhlich nannte die Staatsverschuldung in Europa "eine verfahrene, verrückte Situation" und forderte: "Wir brauchen eine vorsichtige Zinswende". So musste allein die DZ Bank 2018 rund 48 Mio Euro Strafzinsen für Anlagen bei der EZB zahlen. Ulrich Leitermann, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna, nannte die herschenden Niedrigzinsen "Gift" und deren Ergebnis "Enteignung". Er geht von längerfristig niedrigem Zinsniveau aus. Für Dortmunds Kammerpräsident Berthold Schröder geht es in der Steuerpolitik darum, mehr private Vorsorge zu ermöglichen. Es bleibe für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu wenig übrig. "Da ist viel Vertrauen in staatliches Handeln verloren gegangen."

Später sprach Rheinische Post-Chefredakteur Michael Bröcker über die "Rolle der Medien in der Erregungsdemokratie".

Text: / handwerksblatt.de

Kommentar schreiben

Das könnte Sie auch interessieren: