Nach den Bund-Länder-Beschlüssen dürfen Friseure weiter arbeiten.

Nach den Bund-Länder-Beschlüssen dürfen Friseure weiter arbeiten. (Foto: © belchonock/123RF.com)

Corona-Regeln: Friseure bleiben geöffnet

Betriebsführung

Das öffentliche Leben wird ab 2. November heruntergefahren, aber Friseure dürfen weiter öffnen! Die Salons sind von den Schließungen ausgenommen. Was die Beschlüsse von Bund und Ländern für das Handwerk bedeuten.

Bund und Länder haben angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen in Deutschland eine deutliche Verschärfung der Corona-Regeln ab dem 2. November und bis Ende November beschlossen. Private Kontakte sollen stark reduziert werden.

Harald Esser Foto: © ZV FriseurhandwerkHarald Esser Foto: © ZV Friseurhandwerk

Restaurants und Bars sollen vier Wochen schließen, genauso wie Theater, Opern, Messen, Kinos und Freizeitparks. Industriebetriebe und Handwerker sollen aber weiter arbeiten können.

Und mit ihnen auch Friseursalons, die beim Lockdown im Frühjahr rund sechs Wochen komplett schließen mussten.

"Das ist unser aller Erfolg!", mit diesen Worten kommentiert Harald Esser, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV), die Entscheidung der Bundesregierung und der 16 Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, die Friseure auszunehmen. "Unsere Salons dürfen geöffnet bleiben."

Kosmetikstudios müssen schließen

Geschlossen werden allerdings Freizeit- und Amateursportbetrieb, Schwimm- und Spaßbäder sowie Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.

Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoo Studios sollen ebenfalls schließen. Friseursalons dürfen aber nach Angaben des Friseurverbandes unter den bestehenden Hygienevorgaben geöffnet bleiben (Stand 28. Oktober 2020).

Politiker von der Sicherheit im Friseurhandwerk überzeugt

"Mit unseren konsequenten Anstrengungen und der Einhaltung der Arbeitsschutz- und Hygienestandards haben wir in unseren 80.000 Salons die Grundlage für unsere wirtschaftliche Existenz und für den Fortbestand unzähliger Arbeitsplätze im Friseurhandwerk geschaffen", kommentiert Esser die Entscheidung.

Es sei dem Friseurverband gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gelungen, die Politik in Berlin und in den Ländern von den Fakten zur Sicherheit im Friseurhandwerk zu überzeugen.

Der Verbandspräsident appelliert an alle Friseurinnen und Friseure, jetzt zusammenzustehen. Die Kampagne #friseuregegencorona werde weiterentwickelt, die Arbeits- und Hygienevorschriften müssten "konsequent und mit Nachdruck" beachtet werden.

Text: / handwerksblatt.de

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