Digitalisierung: Große Unternehmen sind in Sachen Digitalisierung durchgängig weiter, für kleinere und vor allem für das übrige Handwerk hat das Thema deutlich weniger Priorität – und wird angesichts einer hohen Arbeitsbelastung eher als "on-top" behandelt.

Digitalisierung: Große Unternehmen sind in Sachen Digitalisierung durchgängig weiter, für kleinere und vor allem für das übrige Handwerk hat das Thema deutlich weniger Priorität – und wird angesichts einer hohen Arbeitsbelastung eher als "on-top" behandelt. (Foto: © Dmitriy Shironosov/123RF.com)

Duale Ausbildung wirkt im Handwerk als Treiber der Digitalisierung

Betriebsführung

Künstliche Intelligenz, neue Techniken wie 3D-Druck und Robotik stellen Industrie, Handel und Handwerk vor Herausforderungen – vor allem bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten.

Die duale Berufsausbildung wirkt dabei als Hebel, um Digitalisierung in die Betriebe zu bringen. Dabei spielen Industrie- und Handelskammern (IHK) und Handwerkskammern eine wichtige Rolle. Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat 40 Kammervertretungen zu ihrem Engagement und den Erfahrungen in der betrieblichen Bildung befragt.

Digitalisierung: Kfz-Betriebe und Elektrohandwerk führend

Demnach drängt die Firmen das Thema Digitalisierung recht unterschiedlich: Im Handwerk sind insbesondere die Kfz-Betriebe und das Elektrohandwerk führend. Generell gilt: Große Unternehmen sind in Sachen Digitalisierung durchgängig weiter, für kleinere und vor allem für das übrige Handwerk hat das Thema deutlich weniger Priorität – und wird angesichts einer hohen Arbeitsbelastung eher als "on-top" behandelt.

"Grundsätzlich sollte sich die Unterstützung von Unternehmen beim Ausbau der Digitalisierung – auch in der Ausbildung – unmittelbar am Bedarf orientieren und nicht Industrie 4.0 als Zeitgeist-Thema in den Vordergrund stellen", rät IAQ-Forscherin Sirikit Krone. Sinnvoll seien etwa Maßnahmen, die helfen, eine gute Auftragslage zu bewältigen oder das Unternehmen in puncto Datensicherheit fit zu machen.

Entscheidend für den Digitalisierungsschub sind insbesondere auch die Kompetenzen des Ausbildungspersonals. Hierzu können die Beratungs- und Weiterbildungsveranstaltungen der Kammern einen zentralen Beitrag leisten.

Mehr zum Thema Weitere Infos finden Sie hier -> www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2020/

Text: / handwerksblatt.de

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