Die beruflichen Schulen müssen die digitale Transformation mit dem höchsten technologischen und didaktischen Niveau meistern. Der von den Kultusministern angeregte "Pakt für berufliche Schulen" könnte dabei helfen.

Die beruflichen Schulen müssen die digitale Transformation mit dem höchsten technologischen und didaktischen Niveau meistern. Der von den Kultusministern angeregte "Pakt für berufliche Schulen" könnte dabei helfen. (Foto: © Viacheslav Iakobchuk /123RF.com)

Kultusminister regen "Pakt für berufliche Schulen" an

Bildung

Neben einer Ländervereinbarung haben sich die Mitglieder der Kultusministerkonferenz (KMK) auch auf über 40 politische Vorhaben verständigt. Dazu gehört unter anderem ein Pakt für berufliche Schulen.

Auf ihrer Sitzung am 15. Oktober hat die Kultusministerkonferenz (KMK) eine Ländervereinbarung über die gemeinsame Grundstruktur des Schulwesens und die gesamtstaatliche Verantwortung der Länder in zentralen bildungspolitischen Fragen beschlossen. In Verbindung damit haben sich die Länder auch auf eine Reihe von politischen Vorhaben verständigt, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Dazu zählt auch, die beruflichen Schulen zu stärken. Unter Artikel 31 regen die Länder einen gemeinsamen "Pakt für berufliche Schulen" an. Er soll die Arbeit der Enquete-Kommission "Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt" aufgreifen, um damit den notwendigen Modernisierungsrahmen für die berufliche Bildung zu schaffen.

Pakt mit Leben füllen

Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB) begrüßt es ausdrücklich, dass mit diesem Pakt die Attraktivität der beruflichen Bildung gesteigert werden und die duale Berufsausbildung in der gesellschaftlichen Betrachtung auf das gleiche Niveau wie die akademische Ausbildung gehoben werden soll. "Jetzt geht es darum, den Pakt mit Leben zu füllen", sagt BvLB-Vorsitzender Joachim Maiß. "Als Berufsbildner bieten wir uns hier als Gesprächs- und Impulsgeber an, weil wir die fachliche Expertise als elementaren Unterbau beisteuern können." 

Planung und Finanzierung sichern

Für Eugen Straubinger, ebenfalls BvLB-Vorsitzender, stehen die beruflichen Schulen vor der besonderen Herausforderung, parallel zur digitalen Transformation in der Wirtschaft die Lehr- und Lerninfrastruktur auf höchstem technologischen und didaktischen Niveau zu gewährleisten, um den Ansprüchen der Unternehmen als Bildungspartner gerecht werden zu können. "Dafür bedarf es einer Planungs- und Finanzierungssicherheit, die es im Universitären mit dem Hochschulpakt schon seit Jahren gibt."

Quelle: Kultusministerkonferenz, Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung

Text: / handwerksblatt.de

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