Für Holzhandwerker wie Schreiner oder Zimmerer könnte der neue Bachelorstudiengang Ingenieurpädagogik an der FH Rosenheim besonders interessant sein.

Für Holzhandwerker wie Schreiner oder Zimmerer könnte der neue Bachelorstudiengang Ingenieurpädagogik an der FH Rosenheim besonders interessant sein. (Foto: © goodluz /123RF.com)

Über den Bachelor Ingenieurpädagogik zum Berufsschullehrer

Bildung

Die Technische Hochschule (TH) Rosenheim startet zum Wintersemester 2020/21 den neuen Studiengang Ingenieurpädagogik. Der Abschluss qualifiziert für das Masterstudium an einer Uni und damit für das Lehramt an beruflichen Schulen.

Die TH Rosenheim startet zum Wintersemester 2020/21 mit dem neuen Bachelorstudiengang Ingenieurpädagogik mit der beruflichen Fachrichtung Bautechnik. Dieser qualifiziert als erster Studienabschluss für die weitere Laufbahn als Berufsschullehrerin oder -lehrer. Aufbauend auf den Bachelor kann ein Absolvent nahtlos das weiterführende Masterstudium an einer Universität aufnehmen. "Mit der TU München als eine der renommiertesten Unis in diesem Bereich, besteht eine enge Kooperation", so die TH Rosenheim.

Prof. Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim, hat sich zum Ziel gesetzt, mit dem "neuen und attraktiven Studienangebot" dem Lehrermangel an den Berufsschulen entgegenzuwirken. Das Fehlen ausgebildeter Pädagogen zeichne sich vor allem in den technischen Ausbildungsrichtungen ab. Im Gegensatz zum Studium an einer Universität könne man sich in Rosenheim auch mit der Fachhochschulreife in das Lehramtsstudium einschreiben. Voraussetzung dafür sei eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Bauberuf. Das Studium dürfte besonders für Schreiner und Zimmerer attraktiv sein, denn in Rosenheim gebe es "die einmalige Kombination" der beruflichen Fachrichtung Bautechnik mit dem Zweitfach Holztechnik. Daneben stünden als Zweitfach auch noch andere Wahlmöglichkeiten, wie etwa Informatik, offen.

Beste berufliche Aussichten

"Die Prognosen für den Lehrerbedarf bis 2030 zeigen eindeutig: Mit einem Abschluss als Berufsschullehrer Bautechnik braucht man sich keine Sorgen um eine Übernahme in den Staatsdienst zu machen, weder in Bayern noch in anderen Bundesländern", so Prof. Dr. Benno Eierle, der zusammen mit Prof. Köster und dem Fachverband Schreinerhandwerk Bayern den neuen Studiengang initiiert hat. "Im Gegenteil: Die Absolventen können oft wählen, an welcher Schule sie unterrichten möchten."

Stidendium für HandwerkerUnd so könnte der neue Weg zum Berufsschullehrer aussehen: Schreinerlehre – Fachabitur an der FOS/BOS – Bachelorstudium Ingenieurpädagogik an der TH Rosenheim – Masterstudium Berufliche Bildung an der TU München – Referendariat. Am Ende steht die Verbeamtung im höheren Dienst. Der Studiengang richtet sich ausdrücklich an Interessenten aus allen 16 Bundesländern.

Einen weiteren Vorteil des Studiums Ingenieurpädagogik bringt Prof. Christian Kortüm, Studiendekan Holztechnik an der TH Rosenheim, auf den Punkt: "Unser Abschluss‚ Bachelor of Engineering‘ ist eine Doppelqualifikation: Falls jemand während des Studiums merkt, dass die Schule doch nicht das Richtige ist, kann er mit dem Abschluss auch als Ingenieur arbeiten". Als Absolvent der Ingenieurpädagogik bringt man sogar eine Zusatzqualifikation im sozialpädagogischen Bereich mit, was viele Unternehmen schätzen. "Das ideale Studium für jemanden, der sich noch nicht festlegen möchte, ob er oder sie später als Lehrer oder als Ingenieur arbeiten möchte", so fasst Prof. Dr. Benno Eierle die Vorteile des Studienganges zusammen.

Quelle: Technische Hochschule Rosenheim

Text: / handwerksblatt.de

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