Autohändler bleiben derzeit auf Elektrofahrzeugen sitzen, weil Kunden auf die versprochene Erhöhung des Umweltbonus warten.

Autohändler bleiben derzeit auf Elektrofahrzeugen sitzen, weil Kunden auf die versprochene Erhöhung des Umweltbonus warten. (Foto: © stockshoppe/123RF.com)

Nachfrage nach Stromern ausgebremst

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe kritisiert die Bundesregierung, weil sie die Erhöhung des Umweltbonus für Elektrofahrzeuge auf unbestimmte Zeit verzögert.

Vergangenen Herbst beschloss das Bundeskabinett den Umweltbonus für den Kauf rein elektrischer Fahrzeuge von 4.000 auf 6.000 Euro und von Plug-In-Hybride von 3.000 auf 4.500 Euro zu erhöhen. Umgesetzt wurde der Beschluss bislang jedoch nicht.

In Erwartung des höheren Bonus kaufe im Moment kaum jemand ein Elektroauto zu den alten Konditionen. Diese Erfahrung machten derzeit viele Händler in Kundengesprächen, so Axel Koblitz, Hauptgeschäftsführer des Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Handel bekommt den Unmut der Kunden zu spüren

Der Elektromobilität, die der Staat ja eigentlich fördern wolle, werde damit ein Bärendienst erwiesen, urteilt Koblitz. Bislang werde in der öffentlichen Berichterstattung über mögliche Ursachen für die Verzögerung nur gemutmaßt, da weder Bundesregierung noch das für die Umsetzung zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sich klar dazu äußerten, wann mit der Bonuserhöhung gerechnet werden könne.

Laut Koblitz bekomme der Handel nun den Unmut der Kunden zu spüren. Er forderte die Regierung auf, dieser "Hängepartie", die auch das Vertrauen in staatliche Zusagen erschüttere, so schnell wie möglich ein Ende zu bereiten.

Quelle: ZDK

Text: / handwerksblatt.de

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