Angesichts der notwendigen Verlängerung des Lockdowns sei die Lage besonders für die von Schließungen betroffenen Betriebe immer angespannter, sagt Robert Wüst.

Angesichts der notwendigen Verlängerung des Lockdowns sei die Lage besonders für die von Schließungen betroffenen Betriebe immer angespannter, sagt Robert Wüst. (Foto: © Inna Bigun/123RF.com)

Lockdown: Brandenburgisches Handwerk fordert schnellere Hilfe

Politik

Viele Handwerksbetriebe in Brandenburg geraten während des Corona-Lockdowns in existenzielle Schwierigkeiten. Der Handwerkskammertag Brandenburg fordert deswegen schnellere und unbürokratischere Hilfsmaßnahmen.

Der Präsident des Handwerkskammertags Brandenburg Robert Wüst bescheinigt den Betrieben des Landes einen schwierigen Start ins neue Jahr. Angesichts der notwendigen Verlängerung der Eindämmungsmaßnahmen sei die Lage besonders für die von Schließungen betroffenen Betriebe, wie Friseure, Kosmetiker, Messebauer oder Wäschereien immer angespannter.

Robert Wüst. Foto: © Friedrich BungertRobert Wüst. Foto: © Friedrich Bungert

"Je länger der Lockdown dauert, desto geringer werden die Liquiditätsreserven betroffener Unternehmen. Hier muss schneller und unbürokratischer geholfen werden", so Wüst. Es sei ein richtiger Schritt, dass die jetzt regional geltenden Bewegungseinschränkungen ab der Kreisgrenze gelten und nur den Freizeitbereich betreffen. Besonders im ländlichen Räumen Brandenburgs sorge das für einfachere Arbeitsbedingungen.

Viele systemrelevante Handwerksbranchen

Im Hinblick darauf sei die Kinder- und Schulbetreuung eine Herausforderung sowohl für die Betriebe als auch für ihre Mitarbeiter. "Deswegen fehlen vielfach dringend benötigte Fachkräfte in unseren Betrieben. Viele Handwerksbranchen sind systemrelevant und haben in Bereichen wie Energie, Verkehr, Versorgung und Gesundheit große Bedeutung", betont Wüst. Er fordert deswegen einen "sicheren Zugang zur Notbetreuung auch für Mitarbeiter aus dem Handwerk", um die Arbeitsfähigkeit der Betriebe zu erhalten.

"Um möglichst schnell wieder zu einem normalen Arbeits- und Lebensalltag zurückkehren zu können, muss es uns gemeinsam gelingen, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Neben Kontakteinschränkungen ist die Umsetzung der nun möglichen Schutzimpfungen wichtig." Wüst kritisiert Brandenburgs schlechte Vorbereitung auf den Impfstart. Das Land müsse die Startprobleme jetzt schnell beheben und beim Impfen vorankommen, "damit die Wirtschaft wieder durchstarten kann".

Quelle: Handwerkskammertag Brandenburg

Text: / handwerksblatt.de

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