Für Bäckereien sei es sehr schwierig, Energie einzusparen, sagt Daniel Schneider.

Für Bäckereien sei es sehr schwierig, Energie einzusparen, sagt Daniel Schneider. (Foto: © ZDB/Darius Ramazani)

Energiepreise: Bäckerhandwerk fordert Hilfen der Regierung

Politik

Angesichts der steigenden Preise für Gas und Strom fordert das Bäckerhandwerk von der Bundesregierung ein Rettungspaket für die Betriebe. Andernfalls kämen viele in existentielle Probleme.

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hofft in der Energiekrise auf Unterstützung der Bundesregierung für seine Betriebe. Das Bäckerhandwerk stehe vor schwierigen Monaten: "Die Energie- und Rohstoffpreise sind erheblich gestiegen und die nun bekannt gegebene Gasumlage bereitet den Betrieben reichlich Sorgen", so der Verband.

Die Regierung habe zwar Hilfe versprochen, bei den Bäckern sei aber bislang nichts angekommen, und das trotz bestätigter Systemrelevanz der Branche. Den Bäckereien fehle diese Hilfe. Der Politik sei anscheinend nicht klar, dass das Bäckerhandwerk tatsächlich zu den energieintensiven Branchen zählt.

Bäcker können kaum Energie sparen

Mehr zum ThemaGasumlage: Handwerk warnt vor Betriebsschließungen"Unsere Betriebe hatten in den vergangenen Monaten mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Das Bäckerhandwerk ist eine personalintensive Branche und kann die gestiegenen Kosten auf Grund der Wettbewerbssituation nur begrenzt an die Kunden weitergeben", erklärt Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Verbands.

Die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise könnten viele Unternehmer an den Rand des Ruins treiben, fürchtet er. "Im Gegensatz zu anderen Branchen und Privathaushalten kann das Bäckerhandwerk kaum Energie sparen. Wir fordern daher eindringlich konkrete Hilfen der Bundesregierung – ohne ein Rettungspaket für unsere Betriebe wird es mit der Gasumlage ab Herbst nicht gehen."

Finanzielle Entlastungen gefordert

Bisher sei das Bäckerhandwerk enttäuscht worden: Das Bäckerhandwerk fällt beispielsweise nicht unter das Energiekostendämpfungsprogramm, das als unterstützende Maßnahme für alle energieintensiven und systemrelevanten Unternehmen vorgesehen war.

"Für uns ist es unverständlich, wie die Bundesregierung das Bäckerhandwerk mit seinen rund 250.000 Beschäftigten alleine lässt und die Bäcker nicht wissen, wie sie auch in Zukunft Grundnahrungsmittel zu annehmbaren Preisen anbieten können", so Schneider.Deswegen fordert er von der Regierung konkrete Hilfsmaßnahmen und "echte finanzielle Entlastungen hinsichtlich der steigenden Energiepreise".

Quelle: Zentralverband des Deutcshen Bäckerhandwerks

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Text: / handwerksblatt.de

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