Die pessimistischen Erwartungen der Betriebe aus dem Herbst 2022 sind nicht eingetreten.

Die pessimistischen Erwartungen der Betriebe aus dem Herbst 2022 sind nicht eingetreten. (Foto: © Dmitrii Shironosov/123RF.com)

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Trotz Krisen: stabile Konjunktur in NRW

Politik

Der erwartete Absturz bleibt aus. Die Konjunktur im nordrhein-westfälischen Handwerk zeigt sich trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage robust.

Die Lage im Handwerk ist in diesem Frühjahr wieder weitgehend stabil. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Konjunkturbarometers des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT). Demnach ist die Situation in einigen Branchen immer noch angespannt, aber pessimistische Erwartungen aus dem Herbst 2022, die von dem Eindruck der Energiekrise und der Gefahr eines konjunkturellen Absturzes geprägt waren, sind in dieser Form nicht eingetreten.

Wegen der schrittweisen Entspannung bei den Lieferengpässen und der langsam nachlassenden Preisdynamik hat sich die Stimmung in den Betrieben aufgehellt. Außerdem ist es nicht zu der befürchteten Gasmangellage mit unkalkulierbaren Risiken für die Wirtschaft gekommen. Auch deswegen blicken die Betriebe optimistischer in die Zukunft als noch im Herbst und erwarten eine weitere Verbesserung der Lage im Laufe der nächsten Monate.

Handwerk auch weiterhin unter Druck

KonjunkturbarometerHier finden Sie den ausführlichen Konjunkturbericht des WHKT.Trotzdem geraten die Betriebe wegen der hohen Energie- und Materialpreise, Belastungen durch Steuern und Bürokratie und des zunehmenden Fachkräftemangels unter Druck. Der WHKT fordert deswegen von der Politik eine nachhaltige Stärkung des Wirtschaftsstandortes Nordrhein-Westfalen und die zügige Umsetzung der mittelstandsfreundlichen Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag. Denn nur mit den richtigen Rahmenbedingungen könne das Handwerk die großen Transformationsziele bei der Energie-, Mobilitäts- und Wärmewende auch in die Tat umsetzen.

Das Geschäftsklima des nordrhein-westfälschen Handwerks ist um 22 Punkte auf einen Wert von 118 angestiegen und liegt damit wieder deutlich über der Marke von 100. 87 Prozent der Betriebe bewerten ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend. Damit bleibt die aktuelle Lageeinschätzung ähnlich positiv wie bei der letzten Umfrage. Während die Erwartungen für das nächste halbe Jahr allerdings im Herbst noch klar negativ waren, fallen sie jetzt wieder verhalten optimistisch aus.

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Umsatz- und Beschäftigungsindex stagnieren

Das Umsatzklima steigt zwar um zwölf Punkte an, liegt aber mit 101 Punkten nur knapp im positiven Bereich. Die aktuelle Umsatzsituation wird mehrheitlich als angespannt beschrieben, die Erwartungen fallen dagegen mit einem Plus von sechs Prozentpunkten wieder verhalten positiv aus. Der Blick auf das vergangene Jahr zeigt aber, dass das Handwerk beim Umsatz zuletzt auf der Stelle trat. Der Beschäftigungsindex steigt zwar leicht an, bleibt aber mit 99 Punkten weiterhin im negativen Bereich, in dem nicht mit einem Beschäftigungszuwachs zu rechnen ist.

Quelle: WHKT

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Text: / handwerksblatt.de

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