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15.000 Dieselfahrer klagen gleichzeitig gegen VW

Für mehr als 15.000 Käufer manipulierter Dieselautos hat der Rechtsdienstleister Myright am 6. November 2017 Schadenersatzklage gegen Volkswagen eingereicht.

Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Reizthema Diesel-Fahrverbot
VW, Abgasaffäre, Dieselgate, Dieselaffäre, Klage
Viele Käufer wollen ihren "Schummeldiesel" nicht mehr haben. Foto: © Sergey RAsulov/123RF.com

Zuständig für Klagen gegen den Autohersteller VW ist das Landgericht Braunschweig. Am 6. November gingen dort über 15.000 Klagen über die Internetplattform myright.de wegen Dieselgate-Autos ein. Nach deren Angaben beläuft sich die Schadensumme für die 15.374 Geschädigten auf mehr als 350 Millionen Euro. Die Strategie, einzelne Ansprüche privater Kunden zu bündeln, um ihnen so in der Summe mehr Schlagkraft zu verleihen, orientiert sich an den Musterverfahren im Kapitalmarktrecht. Echte Sammelklagen gibt es in Deutschland jedoch nicht. Verbraucherschützer fordern daher immer wieder die Einführung von Musterfeststellungsklagen.

Die Internetseite Myright.de bietet Besitzern von sogenannten Schummeldieseln eine bequeme Möglich­keit, ihre Schaden­ersatz­ansprüche gegen VW durch­zusetzen. Vorteil: Wenn es nicht klappt, zahlen die Kunden gar nichts. Bei Erfolg gehen allerdings 35 Prozent des Schaden­ersatzes an Myright. Schaden­ersatz ist entweder die Erstattung des Kauf­preises gegen Rück­gabe des Wagens oder ein finanzieller Ausgleich für den skandalbe­dingten Minderwert des Autos.

Betroffene können natürlich auch selbst einen Rechts­anwalt einschalten. Das macht etwas mehr Mühe, war aber schon in zahlreichen Fällen erfolgreich. Viele Klagen gegen VW haben die Gerichte allerdings auch abge­wiesen. Für Autobesitzer mit Verkehrs­rechts­schutz lohnt sich eine "Sammelklage" nicht, denn ihr Versicherer trägt die Kosten.

Auch die Rechts­anwalts­kanzleien Baum Reiter & Kollegen und Gansel Rechts­anwälte bieten in Zusammen­arbeit mit Prozess­finanzierern Autobesitzern unter vw-verhand­lung.de die Durch­setzung ihrer Forderungen an.

aki; Foto: © Sergey Rasulov/123RF.com

 

Text: Anne Kieserling
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