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HWK Koblenz | Juli 2026
Stipendien: Gebäudeenergieberater
Bewerbungen für Teilnehmer aus dem Kreis Altenkirchen sind ab sofort möglich. Der Lehrgang beginnt am 4. September 2026.
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Juli 2026
Tankstellen und Backshops dürfen sonntags jederzeit Brötchenteiglinge aufbacken. Bäcker und Konditoren dürfen nur drei Stunden produzieren. Im Koalitionsvertrag ist eine Änderung angekündigt, die lässt aber auf sich warten.
Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung steht, dass für Bäckereien und Konditoreien zum 1. Januar 2027 im Zuge einer Reform des Arbeitszeitgesetzes längere Sonn- und Feiertagsarbeitszeiten umgesetzt werden sollen. Bisher dürfen sie an Sonn- und Feiertagen nur drei Stunden produzieren, während Tankstellen oder Backshops jederzeit Teiglinge aufbacken dürfen. Das Bäckerhandwerk fordert seit vielen Jahren ein Ende dieser "Ungerechtigkeit".
"Wer frische Backwaren am Sonntag und Montagmorgen anbieten soll, muss sie auch herstellen dürfen. Die Drei-Stunden-Grenze beim Sonntagsbacken gehört abgeschafft. Sie benachteiligt ausschließlich das Handwerk und verschafft industriellen Herstellern einen Wettbewerbsvorteil", so der Präsident des Zentralverband des Bäckerhandwerks Roland Ermer.
Der Verband hatte die Ankündigung begrüßt, wartet aber bis heute auf die Umsetzung. Aus dem Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes geht hervor, dass Bäckereien und Konditoreien künftig für bis zu fünf Stunden mit der Herstellung beschäftigt sein dürfen. Dazu kommen bis zu drei Stunden für das Austragen oder Ausfahren dieser Waren. Der Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums befindet sich noch in den parlamentarischen Abstimmungen und Beratungen.
Jetzt macht zu dem Thema der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks Jörg Dittrich Druck. Im Interview mit der dpa sagte Handwerkspräsident Dittrich: "Im Koalitionsvertrag steht, dass für Bäcker und Konditoren das Sonntagsbackverbot aufgehoben wird. Bitte umsetzen. Ich verstehe nicht, warum wir immer noch weiter darüber diskutieren."
Es seien solche Punkte, an denen sich die Empörung festmacht. "Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Deswegen möchte ich dazu auch keine Diskussion mehr führen. Es soll mir bitte keiner erzählen, dass die Zukunft Deutschlands davon abhängt, ob einige hundert Menschen sonntags einige Stunden arbeiten. Zumal viele Beschäftigte diese Zeiten bewusst wählen, weil sie dafür gute Zuschläge erhalten und mehr Geld verdienen, und dafür beispielsweise an einem anderen Tag frei haben."
Das Handwerk sei nicht gegen die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages. Aber es müsse viel mehr Flexibilität geben.
Quelle: ZDH
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