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HWK Trier | März 2026
ÖKO 2026 für Bauherren und Sanierer
Ob akuter Sanierungsbedarf, Neubaupläne oder einfach der Wunsch nach mehr Wohnkomfort – die Messe liefert Ideen, Lösungen und Kontakte aus einer Hand.
Zum Marktstart debütiert der Hilux zunächst als batterieelektrische Version. (Foto: © Toyota)
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März 2026
Der japanische Pick-up präsentiert sich so vielseitig wie nie zuvor und ist erstmals auch als Stromer erhältlich. Wir haben uns den Japaner genauer angesehen.
Seit mehr als fünf Jahrzehnten steht der Toyota Hilux für unverwüstliche Zuverlässigkeit und kraftvolle Arbeitsleistung. Seit seiner Markteinführung im Jahr 1968 haben die Japaner über 27 Millionen Exemplare verkauft. Der Pick-up gilt seither weltweit als Symbol für Robustheit und Langlebigkeit. Auch die neunte Generation bleibt diesen Werten treu, bietet jedoch zum ersten Mal neben dem bewährten Mildhybrid-Diesel auch einen vollelektrischen Antrieb. Bald wird das Programm sogar um eine Brennstoffzellenvariante ergänzt, die Wasserstoff als Energieträger nutzt.
Zum Marktstart im April 2026 debütiert der Hilux zuerst als batterieelektrische Version. Die Energie stammt aus einer 59,2-kWh-Lithium-Ionen-Batterie, die jeweils einen Elektromotor an Vorder- und Hinterachse antreibt. Zusammen leisten diese 144 kW (196 PS) und erreichen ein maximales Drehmoment von 205 Nm vorn sowie 268 Nm hinten. Im WLTP-Zyklus soll der Vollzeit-Elektriker eine Reichweite von bis zu 257 Kilometern erreichen, innerorts sollen sogar bis zu 380 Kilometer möglich sein. Diese Werte dürften für viele Handwerks- und Gewerbebetriebe, etwa im Garten- oder Bauwesen, durchaus alltagstauglich sein.
Technisch bleibt der Stromer ein echter Hilux: Ein robuster Leiterrahmen, 207 Millimeter Bodenfreiheit und eine Wattiefe von 700 Millimetern sorgen für die gewohnte Geländegängigkeit. Die Batterie ist geschützt in den Rahmen integriert und mit einem Unterfahrschutz versehen. Ein speziell abgestimmtes Multi-Terrain-Select-System verteilt das Drehmoment variabel und passt sich so den verschiedenen Untergründen an. Allerdings bringt der Elektroantrieb auch Nachteile mit sich: Das hohe Gewicht der Batterie reduziert die Nutzlast auf 715 Kilogramm und die Anhängelast auf 1,6 Tonnen. Zum Vergleich: Der Mildhybrid-Diesel darf 3,5 Tonnen ziehen und ermöglicht auf der Pritsche eine Zuladung von bis zu einer Tonne.
Der bekannte 2,8-Liter-Dieselmotor, der bereits aus dem bisherigen Hilux und dem aktuellen Land Cruiser bekannt ist, feiert im Juli 2026 als Mildhybrid sein Comeback. Das 48-Volt-System mit eigenem Lithium-Ionen-Akku verbessert das Ansprechverhalten und senkt den Verbrauch sowie den CO₂-Ausstoß. Für den 204 PS starken Selbstzünder liegen noch keine finalen Homologationswerte vor. Toyota will sie erst zur Markteinführung veröffentlichen.
Als dritten Antrieb plant Toyota, den Hilux ab 2028 mit Wasserstofftechnik auszustatten. Die bereits existierenden Prototypen nutzen das Brennstoffzellensystem des Mirai, bei dem Wasserstoff und Sauerstoff zu Strom reagieren. Zwar fehlen noch konkrete Reichweitenangaben, doch mit den angestrebten mehr als 600 Kilometern Reichweite könnte die Version mit Brennstoffzellenantrieb besonders für Nutzer interessant werden, die lange Fahrstrecken oder entlegene Einsatzorte zurücklegen müssen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Wasserstoff-Infrastruktur künftig weiter ausgebaut wird, statt wie hierzulande, weiter zu schrumpfen.
Optisch tritt der neue Hilux wesentlich markanter auf als sein Vorgänger. Schmale, höher positionierte Scheinwerfer und ein breiter Kühlergrill prägen die neu gestaltete Frontpartie. Da der Pick-up weiterhin auf der Grundarchitektur des Vorgängermodells basiert, bleiben die Proportionen nahezu unverändert. Mit einer Länge von 5,32 Metern, einer Breite von 1,86 Metern und einer Höhe von 1,80 Metern behält der Hilux seine typischen Abmessungen. In Europa wird er ausschließlich als viertürige Doppelkabine angeboten. Damit kommt der Hersteller Kunden entgegen, die sowohl eine große Ladefläche als auch ein gutes Platzangebot erwarten.
Letzteres fällt für einen mittelgroßen Pick-up großzügig aus. In der Doppelkabine genießen selbst groß gewachsene Passagiere ausreichende Kopf- und Beinfreiheit. Neu geformte Sitze mit straffer, aber bequemer Polsterung sollen den Langstreckenkomfort verbessern. Überhaupt wirkt der Innenraum des neuen Toyota Hilux moderner und hochwertiger als seine Vorgänger. Auch der zentrale Touchscreen sitzt angenehm hoch im Blickfeld. Je nach Ausstattung misst er bis zu 12,3 Zoll und bietet ein schnelles, intuitiv bedienbares Multimediasystem mit Over-the-Air-Updates, sowie Smartphone-Integration via Apple CarPlay und Android Auto. Insofern ist der neue Toyota ein gelungener Kompromiss zwischen einem robusten Arbeitspferd und einem modernen Ambiente.
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