Der Besuch eines Marktes gehört zu den Höhepunkten einer kulinarischen Reise nach Israel.

Der Besuch eines Marktes gehört zu den Höhepunkten einer kulinarischen Reise nach Israel. (Foto: © Dana Friedlander / Ministry of Tourism Israel)

Levantinische Küche ist Trumpf

Panorama

Kaum ein anderes Land als Israel bietet solch eine Fülle frischer Zutaten und Rezepte aus der ganzen Welt.

Kaum ein anderes Land als Israel bietet solch eine Fülle frischer Zutaten und Rezepte aus der ganzen Welt. Schon immer bildete dabei Gemüse die Grundlage der Köstlichkeiten. Ein Tisch voller Schalen, Schälchen und Töpfchen. Einem Tischlein-deck-dich gleich, gehören zu einem israelischen Essen Humus, Falafal, gefüllte Auberginen, Tomaten, Kräuter und immer wieder Kräuter und köstlich warmes Weizenbrot, das Pita. Gekocht wird nach dem Prinzip der levantinischen Küche. Die Region umschreibt die Länder Syrien, Libanon, Palästina, Jordanien und Israel. Typisch sind kleine, schnell zubereitete Gerichte, die zudem sehr gesund sind. Hauptzutaten sind Kichererbsen, Auberginen, Joghurt und Oliven.

Nur vier Stunden von Deutschland entfernt, ist Israel in allen vier Himmelsrichtungen ein wahres Food-Paradies. Die Menschen gelten als sehr gastfreundlich. Besucher werden nach allen Regel der Kunst verwöhnt. Hauptzentren der Kulinarik sind Jerusalem, Tel Aviv, Galiläa, und selbst die Wüste Negev hat einiges zu bieten. Israel ist ein Einwanderungsland. Mehr als 130 Nationen leben hier auf einem Fleck. Sie alle hatten ihre Küchengeheimnisse und Rezepte mit im Gepäck. Kein Wunder also, dass die Küche eine Reise durch die Welt ist. Wichtigste Mahlzeit des Landes ist das Frühstück. Oft zum ersten Mal erleben Besucher hier, wie lecker der Start in den Tag mit koscheren Lebensmitteln sein kann. Es gibt Fisch in Hülle und Fülle. Käse, Brot, Gemüse, Salat und von der Sonne verwöhntes Obst. Ganz besonders lecker ist das traditionsreiche Shakschuka. Ein Gericht aus Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, vielen Gewürzen und Eiern. Aufgetischt in einer großen Pfanne, lässt sich der Sud mit einem Stück Fladenbrot heraustunken. 

Essen mit Ausblick

Tel Aviv bildet einen ersten Höhepunkt bei der Reise durch die Küche Israels. Die Stadt, die niemals schläft, bietet rund 1.750 Cafés, Bars, Clubs und Restaurants. Dazu kommen noch einmal an die 4.000 Streetfood-Buden. Schon immer war die Stadt am Mittelmeer in ihrer Küche vegan aufgestellt. "Die meisten sind in einem lebendigen Markttreiben eingebunden", sagt Henriette Pansold von Go Israel. Ein Besuch sollte unbedingt eingeplant werden. Gelegen an der HaCarmel Street 11, wird in einem Wirwarr an Ständen alles angeboten, was Israel Leckeres zu bieten hat. Der Duft der Gewürze und der verschiedenen Speisen bietet an jeder Ecke schmackhafte Neuentdeckungen. Etwas ganz Besonderes ist der gebackene Blumenkohl von Eyal Shani. Eingepackt in Backpapier und beträufelt mit Olivenöl und Meersalz, passt das Gericht zu Fisch oder Fleisch und allem, was das Herz begehrt. Ganz im kulinarischen Lifestyle-Gedanken von Tel Aviv.

Wer gerne in die gehobene Sterneküche schnuppern möchte, kommt in der jungen und quirligen Metropole voll auf den Geschmack. Hervorzuheben ist zum Beispiel das Alena im Hotel The Normen. Mehrfach ausgezeichnet, bietet das Restaurant eine Mischung aus europäischen Gerichten, ergänzt mit mediterranen und galiläischen Akzenten. Zudem ist ein veganes Eis im Angebot. Abgerundet wird der Besuch mit einem fantastischen Blick im Blue Sky Restaurant. Gelegen im dritten Stock bietet es einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt.

Magische Momente in Jerusalem

Magische Momente erleben Besucher in Jerusalem. Ein Besuch der Via Dolorosa, der Geburtskirche Christi, der Blick vom Tempelberg und auf uralte Olivenbäume im Garten Gethsemane stehen für die 3.000-jährige Geschichte der Stadt. Mit der Alrov Mamilla Avenue zeigt der geschichtsträchtige Ort aber auch, dass daneben ein modernes Jerusalem entstehen konnte. Das Open-Air-Einkaufszentrum liegt gegenüber der alten Stadtmauer und nur wenige Schritte vom Jaffa-Tor und der Westmauer entfernt. An angebrachten Tafeln wird die historische Struktur der Stadt erzählt. Viele Restaurants, Bars und Cafés bieten einen Vorgeschmack auf die Bandbreite der Küchenchefs. Mitten im Herzen der Avenue liegt das Joy. Das Bistro ist untergebracht in einem historischen Gebäude. Der Mann hinter den Töpfen ist Aviram Dotan, ehemals Vertreter bei der World Championship of International Chefs. Sein Motto: die Zubereitung ausgezeichneter Mahlzeiten auf der Grundlage der besten Zutaten Israels.

Wer richtig guten Humus probieren möchte, der kommt an dem Regance Hotel im King David Hotel nicht vorbei. Küchenchef David Biton hat hier das Sagen. In dem Restaurant legen Staatsoberhäupter und Promis regelmäßig einen Stopp ein. Mit Blick auf die Altstadt von Jerusalem genießen sie frische Kräuter und Gewürze aus dem Nahen Osten. Viele Zutaten stammen vom Mahane Yehuda Markt. Ähnlich dem Carmel Markt, jedoch ist der Markt viel größer. Auf der Dachterrasse vom Mamila Hotel können Gäste bei einer Tasse Kaffee einen Blick auf die Altstadt Jerusalems werfen. Abends verwandelt sich der Markt in eine Ausgehmeile. Bei einem Glas israelischen Weins werden die Köstlichkeiten in entspannter Atmosphäre genossen. Ein wirklich cooler Platz in Jerusalem.

Erfinder der Cocktailtomate

Olivenberge am Stand des Carmel Marktes in Tel Aviv. Foto: © HAIM YOSEF / Ministry of Tourism IsraelOlivenberge am Stand des Carmel Marktes in Tel Aviv. Foto: © HAIM YOSEF / Ministry of Tourism Israel

Der grüne Norden des Landes ist das Foodie-Paradies schlechthin. In dieser Region gibt es einfach alles, was lecker ist. Frisch vom Feld landen die Produkte auf dem Teller. Unbedingt einen Abstecher wert ist das Fischrestaurant von Uri Buri. Uri Buri ist eine Persönlichkeit und international bekannt. Oft treffen die Gäste den umtriebigen Wirt mit deutschen Wurzeln in einer Ecke des Restaurants an. Alles, was aus dem Meer kommt, wird hier auf den Teller gebracht. Weiter geht die Reise hin zur Gewürzfarm von Avi Zipperspieler. Nach einer Entdeckertour durch die Welt der Gewürze ist man eh schon in der Nähe des Sees Genezareth. Dann sollte auf jeden Fall der Petrusfisch probiert werden.

Überraschung! Auch der Süden mit der Wüste Negev, punktet in Sachen gutes Essen. In Negev heißt es, wurde die Cocktailtomate erfunden. Eine kleine Frucht mit viel Geschmack, lässt sich die Region gerne als Erfinder der Partytomate feiern. Die Fahrt geht entlang der Bundesstraße 40. Dort befindet sich die Kornmehl Goat Cheese Farm. Mit Blick auf die Wüstenlandschaft erfahren Besucher bei einer Brotzeit alles über die Käseherstellung. Wer gar nicht mehr gehen möchte, kann hier übernachten. Eine besondere Delikatesse sind die Wassermelonen der Region. "Ich habe noch nie so geschmacklich fantastische Wassermelonen gegessen, wie hier vor den Toren Eilats", schwärmt Israel-Expertin Pansold. Wer bei einer Israel-Reise das komplette Menü kennenlernen möchte, der sollte einen Abstecher in einem Beduinencamp einplanen. Mit Humus, hauchdünnen Brot und gegrilltem Lamm endet die israelische Gastfreundschaft am Ende einer abwechslungsreichen Genussreise ganz traditionell mit einem Kaffee.

 

Israel – Land Of CreationInfirmation Tasting Touren auf dem Mahane Yehuda Market in Jerusalem und Carmel Market in Tel Aviv sowie Informationen über Anreise, Unterkünfte, Touren, Sehenswürdigkeiten auf der Website des israelischen Touristministeriums.
Anreise ELAL, Lufthansa, Easyjet und Ryanair bieten von verschiedenen Städten Flüge zum Ben Gurion Internationall Airport an. Zum Beispiel ELAL ab Frankfurt nach Tel Aviv ab 700 Euro.
Übernachtung Jerusalem Bezalel Hotel, 1, Mesilat Yesharim St, Jerusalem, 9458401 Doppelzimmer inklusive Frühstück ab 223 $ (circa 190 Euro)  Tel Aviv 155 Hayakon Street, Tel Aviv 63453 Doppelzimmer inklusive Frühstück ab 202 Euro
Geld Landeswährung Israelischer Schekel NIS  1 Euro=ca. 4 NIS 
Feiertage Wichtige Feiertage sind: Shabbat (jeden Freitag nach Sonnenuntergang bis Samstag nach Sonnenuntergang). Pessach um Ostern. Laubhüttenfest Sukkot. Jüdisches Neujahr Rosh Hashana. Versöhnungstag Yom Kippur.


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Text: / handwerksblatt.de

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